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TSV 1860 München: Löwen verzichten wohl auf Winter-Transfers - Unruhige Tage im Lager der Löwen

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Von: Paul Ruser

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TSV-Geschäftsführer Günther Gorenzel (links) wird seinem Cheftrainer Michael Köllner vermutlich keine Winter-Transfers zur Verfügung stellen.
TSV-Geschäftsführer Günther Gorenzel (links) wird seinem Cheftrainer Michael Köllner vermutlich keine Winter-Transfers zur Verfügung stellen. © Bernd Feil/M.i.S.

Der TSV 1860 München schwimmt momentan in der dritten Liga. Obendrein gibt es einen positiven Corona-Fall im Team - und Kritik von Münchens OB Dieter Reiter.

München - Der überraschende Pokalsieg über den FC Schalke 04 zauberte nicht nur den Fans der Sechzger ein breites Grinsen ins Gesicht. Auch die Führungsetage um Geschäftsführer Günther Gorenzel dürfte der Überraschungs-Erfolg - vor allem im finanziellen Sinne - positiv gestimmt haben. Doch fernab von den Glücksgefühlen aus dem Pokal macht momentan die dritte Liga dem TSV 1860 München zu schaffen. Oder besser gesagt: das besorgniserregende Schwanken der Löwen.

Wie geht es in der 3. Liga für die Blauen weiter? Bruchlandung oder Balance-Findung? Die Vereinsverantwortlichen werden sicherlich vieles auf einen baldigen Befreiungsschlag setzen. Vieles, aber nicht alles. Dabei kann der TSV dank der beiden Pokal-Siege gegen Darmstadt und Schalke mit mehr Geld planen. Mehr als eine halbe Million Euro gab es alleine für den Achtelfinal-Einzug. Für die beiden Cup-Siege flossen noch weitere Gelder nach Giesing. Der „Abendzeitung München“ zufolge wollen sich die Münchner im Winter aber nicht verstärken - sondern die zusätzlichen Einnahmen anderweitig verwenden. Laut der „AZ“ spart der TSV schon für die nächste Saison.

Wortgefecht mit dem OB und ein Corona-Fall: Es wird nicht ruhig um den TSV 1860 München

Zum einen wollen die Münchner mit einem wettbewerbsfähigen und großen Kader einen Platz in der zweiten Liga entweder anstreben - oder halten. Je nachdem, was die Saison noch bringt. Zum anderen laufen im kommenden Sommer 13 Verträge aus - unter anderem von wichtigen Leistungsträgern wie beispielsweise Sascha Mölders, Stephan Salger oder Marco Hiller.

Zu allem Überfluss haben die Löwen einen weiteren Corona-Fall zu beklagen. Spielverlegungen und Trainingspausen hat der TSV aber nicht zu befürchten. Es wurde nämlich ein Mitglied des Funktionsteams positiv getestet. „Der Mitarbeiter hat sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben, und nach aktuellen Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes gibt es derzeit keine Kontaktpersonen im Umfeld von 1860 München. Daher hat diese Corona-Infektion keinerlei weitere Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb“, schreiben die Münchner auf ihrer Website.

Doch damit nicht genug. Bereits Ende Oktober war Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zu Gast bei „münchen.tv“ - und teilte unter anderem gegen den TSV 1860 München aus. Grund hierfür war die in den Augen von Dieter Reiter fehlende Einigkeit in der Vereinsführung der Löwen in Bezug auf den Ausbau des Grünwalder Stadions. Der 1860-Präsident Robert Reisinger zeigte sich empört - und reagierte nun auf die Aussagen des OB. (Paul Ruser)

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