Remis nach 0:2-Rückstand

Bubi Knöferl rettet den TSV 1860 gegen Wehen - Löwen „überwintern“ auf einem Aufstiegsplatz

Glücksmoment: Jungspund Lorenz Knöferl besorgt für den TSV 1860 das 2:2 gegen Wehen Wiesbaden
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Glücksmoment: Jungspund Lorenz Knöferl besorgt für den TSV 1860 das 2:2 gegen Wehen Wiesbaden.

Nach den Galas gegen Mannheim und Kaiserslautern sah es aus, als würde der TSV 1860 auf dem Boden der Tatsachen landen. Doch dann kam es auch gegen Wehen Wiesbaden zum Happy-End.

  • Der TSV 1860 verhindert im Topspiel gegen Wehen Wiesbaden eine Heimpleite - und kommt noch zum Remis.
  • Das 2:2 war hart erkämpft. Goalgetter Mölders schlug erneut zu, ehe für einen Youngster der große Moment kam.
  • Lorenz Knöferl bescherte den Löwen noch den Punkt. Dabei stand der Gegner kurz davor, alles klar zu machen.

München - Weihnachten auf einem Aufstiegsplatz – so hatte sich der TSV 1860 München das vorgestellt nach ihrer Turbo-Aufholjagd gegen Mannheim (5:0) und Kaiserslautern (3:0). Gegen Wehen Wiesbaden, den Absteiger aus der 2. Liga, taten sich die Giesinger deutlich schwerer als zuletzt (Live-Ticker zum Nachlesen), doch auf eines ist bei den neuen Löwen Verlass: Aufgeben ist nicht.

TSV 1860 München mit sieben Punkten aus englischer Woche - „Gezeigt, was wir können“

Nachdem Wehen bereits mit 2:0 vorne lag und die Vorentscheidung gegen den Pfosten setzte, schlugen die Löwen in der Schlussviertelstunde zurück. Sascha Mölders nach einem Freistoß (74.) und Lorenz Knöferl (83.) mit seiner ersten Ballberührung retteten ein kaum noch für möglich gehaltenes 2:2. Das Fest ist gerettet, denn mit dieser Moral dürfte für 1860 noch einiges drin sein im Kampf um die Aufstiegsplätze. „Mit den sieben Punkten nach der Englischen Woche sind wir zufrieden – genauso wie mit der kompletten Hinrunde bisher“, sagte Torhüter Marco Hiller: „Wir haben gezeigt, was wir können.“

Es dauerte allerdings ein Weilchen, bis dieses Können an einem kalten Giesinger Geisterspiel­abend sichtbar wurde. Mit dem zweiten Eckball nach 17 Minuten hatte Wehen die Partie in die gewünschte Richtung gelenkt. Marvin Ajani zirkelte den Ball scharf und mit Schnitt vors Löwen-Tor, wo die gesamte Deckung hilflos zusah, wie Ahmet Gürleyen aus Kurzdistanz einnickte. Ein Torwartfehler? „Einer löst sich aus dem Block und steht frei“, analysierte Hiller bei Magenta-TV: „Ist ’ne eklige Situation für einen Torhüter.“

TSV 1860 mit glücklichem Remis - „Wehen muss das 0:3 machen, dann ist das Spiel weg“

Löwen-Chancen? Gab es auch, aber erst spät in der ersten Halbzeit. Mölders verzog ungewohnt kläglich (28.), Rückkehrer Dennis Dressel versuchte es mit Gewalt (33.). Wie man es besser macht, zeigten die Hessen kurz nach der Pause. Ein Konter wie auf dem Reißbrett (52., Prokop). Michael Köllner hatte davor gewarnt, doch als Wehen später den Pfosten traf, keimte im 1860-Coach neue Hoffnung: „Wehen muss das 0:3 machen, dann ist das Spiel endgültig weg.“

Der linke Pfosten hielt 1860 im Spiel (Tietz, 79.) und bereitete die Bühne für den ältesten und den jüngsten Profi auf dem Platz. Mölders war es, der nach einem Moll-Freistoß sein sechstes Tor binnen sechs Tagen erzielte. In der 82. Minute schlug dann die Stunde von Knöferl: Das Talent aus Langenmoosen kam, sah das Gewühl vor sich und nahm seinerseits den Pfosten in Anspruch, um 1860 ins Glück zu schießen. Schlusswort Köllner: „Wir können auf ein tolles 2020 zurückblicken.“ Und zu Knöferl: „Für ihn ist das jetzt noch mal ein richtiger Kick.“ Für die Löwen-Fans auch. Weihnachten kann kommen.

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