Nächster Dreier für den TSV?

Köllners Löwen gegen Magdeburg „hungrig auf den nächsten Sieg“ - darf Erdmann gegen seinen Ex-Klub ran?

Sascha Mölders und Trainer Michael Köllner freuen sich über den 3:1-Siegtreffer am Wochenende gegen den SV Meppen.
+
Sascha Mölders und Trainer Michael Köllner freuen sich über den 3:1-Siegtreffer am Wochenende gegen den SV Meppen.

Der Start ist dem TSV 1860 mit dem 3:1-Sieg in Meppen wunschgemäß geglückt, am Samstag soll das blaue Punktekonto mit einem Dreier gegen den 1. FC Magdeburg verdoppelt werden.

  • Der TSV 1860 hat den Auftakt zur neuen Saison der 3. Bundesliga mit 3:1 in Meppen gewonnen.
  • Gegen Magdeburg soll der nächste Dreier folgen.
  • Dennis Erdmann hofft auf einen Startelfeinsatz gegen seinen Ex-Klub.

München - Der Start ist dem TSV 1860 mit dem 3:1-Sieg in Meppen wunschgemäß geglückt, am Samstag soll das blaue Punktekonto mit einem Dreier gegen den 1. FC Magdeburg verdoppelt werden. „Keiner fühlt sich satt, jeder ist hungrig auf den nächsten Sieg“, fasste Trainer Michael Köllner die Trainingswoche am Freitag griffig zusammen. Ob die Löwen beim Heim-Auftakt auf Giesings Höhen wieder zubeißen können?

TSV 1860 München gegen Magdeburg: Köllner erwartet harten Brocken

Ein Häppchen werden die Magdeburger nicht, so viel steht für Köllner fest. Der Coach erwartet einen „harten Brocken“. Nach dem 0:2 im Sachsen-Anhalt-Derby gegen Halle werde das Team von Trainer Thomas Hoßmang „hoch aggressiv und mit Wut im Bauch“ nach Giesing kommen. Ganz davon abgesehen sei die Generalkritik des Kollegen für Köllners Geschmack zu hart ausgefallen. „Schaffen wir es bis Samstag nicht, unsere Mut- und Führungslosigkeit abzustellen, eine andere Körpersprache auf den Platz zu bringen, haben wir dort keine Chance“, hatte Hoßmann der lokalen Bild anvertraut. Köllners Replik: „Da fehlt mir ein bisschen das Verständnis. So schlecht habe ich Magdeburg nicht gesehen, sie hatten viele Möglichkeiten. Wenn sie 1:0 in Führung gehen, dann läuft das Spiel in eine komplett andere Richtung.“

Das gilt es für Sechzig am Samstag zu verhindern. Köllner wollte Veränderungen in seiner Startelf nicht ausschließen, namentlich brachte er Richard Neudecker (Trainingsrückstand aufgeholt) und Dennis Erdmann (als Ex-Magdeburger speziell motiviert) ins Spiel. Keine Option sind die Zuschauer. Köllners Einschätzung: „Ich hab schon gehofft, dass wir mit ein paar Tausend Zuschauern ins Spiel reingehen können. Man sieht an dem Dauerkarten-Verkauf, dass wir eine super Unterstützung haben. 10 200 Tickets sind eine Riesen-Quote. Wir tun alles dafür, dass wir das Vertrauen mit tollen Leistungen zurückgeben.“

Köllner will nicht von Wettbewerbsverzerrung sprechen

Von einer Wettbewerbsverzerrung will Köllner nicht sprechen: „Sicherlich ist es nicht toll, dass Rostock mit 7500 spielen darf und wir hier im Süden ohne Fans. Aber es wäre fatal, wenn wir uns jetzt benachteiligt fühlen würden. Wir müssen das annehmen und schauen, dass wir unser Spiel auf den Platz bringen.“ Meppen sei „ein guter Anfang“ gewesen, „mehr nicht. Wir haben in vielen Bereichen noch Luft nach oben. Es reicht nicht, dass wir uns an Parolen ergötzen. Mit der Konservierung unserer Leistung kommen wir nicht weiter, wir müssen uns entwickeln.“

Fehlte noch die Auskunft über die Trainerkleidung. Die Pressekonferenz absolvierte Köllner am Freitag ganz in der Kluft des Trachtensponsors. Fürs Stadion indes versprach er zivil: „Es soll ja regnen, da wäre es schade, wenn meine Lederhose im Wasser ertränkt wird.“ Das Absaufen soll beim verhinderten Wiesn-Heimspiel den Gästen vorbehalten bleiben. Ludwig Krammer

Auch interessant

Kommentare