Löwen-Keeper seit Wochen in überragender Form

TSV 1860: „Es sind noch neun Spiele“ - Hiller gibt Aufstieg nicht auf

Marco Hiller steht sinnbildlich für den Kampfgeist der Münchner Löwen.
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Marco Hiller steht sinnbildlich für den Kampfgeist der Münchner Löwen.

Marco Hiller ist seit Wochen in guter Form, konnte das Pokal-Ausscheiden aber nicht verhindern. Er will den Aufstiegstraum noch nicht ad acta legen.

München - Am Ende reichte auch ein wieder mal starker Marco Hiller nicht. Der TSV 1860 München ist nach der 0:1-Niederlage gegen Türkgücü München aus dem Toto-Pokal ausgeschieden. Der Torhüter war überhaupt erst dafür verantwortlich, dass die Löwen das „Finale“ für das Viertelfinale erreichten. Mit einem gehaltenen Strafstoß entschied „Killer-Hiller“ das „Halbfinale“ gegen den FC Ingolstadt 04 im Elfmeterschießen. 

TSV 1860: Marco Hiller würde den Ball am liebsten selbst rein schießen

Auch im Spiel gegen Türkgücü stemmte sich der Fan-Liebling mit allem was er hat gegen die Niederlage. In der 43. und 59. Minute klärte der Schlussmann jeweils im Eins-gegen-Eins-Duell, zuerst gegen Lucas Röser dann gegen Ünal Tosun. Doch am Ende reichte es nicht. 

Der Treffer von Philipp Erhardt, bei dem Hiller machtlos war, blieb der einzige. Dass der 24-Jährige am Ende trotzdem zum ´Man of the Match´gewählt wurde, war da nur eine schwache Aufmunterung: „Es ist ein kleiner Trost“, aber das Glück war einfach nicht auf der Seite der Münchner Löwen. "Die erste Halbzeit war von uns nicht so gut, in der zweiten haben wir aber sehr gut gefightet und hätten uns mindestens das Elfmeterschießen verdient", fasste der Keeper die Leistung seiner Mannschaft bei Sport1 zusammen.

Zum Elfmeterschießen kam es nicht, weil die Löwen eine Vielzahl von Top-Chancen ungenutzt ließen. "Das ist natürlich ganz eklig", sagte Hiller, der seinen Teamkollegen vom eigenen Sechzehner aus beim Chancen-Vergeben zuschauen musste. "Man fiebert mit und würde am liebsten den Ball vorne rein schießen. Stattdessen steht man nur hinten rum", so der Keeper.

Marco Hiller: Der Glaube an den Aufstieg ist noch da

Gut für die Löwen, dass mit dem verlorenen Spiel gegen Türkgücü München die Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal noch nicht ganz dahin ist. Die ersten vier Tabellenplätze der 3. Liga qualifizieren sich automatisch für die erste Runde. Momentan steht der TSV 1860 auf eben jenem vierten Platz und hat drei Punkte Vorsprung auf den SC Verl. 

Doch für Hiller ist der vierte Platz noch nicht das Ende der Fahnenstange. Selbst der Aufstieg ist für den Derby-Helden noch ein Thema: „Neun Punkte – das klingt natürlich nach viel. Es sind aber noch neun Spiele. Ich denke, es ist noch alles drin“. Um die kleine Sensation doch noch zu schaffen, „müssen wir jetzt auf uns schauen und darauf, dass wir unsere Spiele gewinnen. Dann werden wir schon sehen, wie es am Ende steht“.

(Korbinian Kothny)

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