Sicherheitsvorkehrungen am Samstag

Ist das Löwen-Spiel sicher? Das sagt 1860-Boss Rejek

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Markus Rejek will sich vom Terror nicht in seiner Freiheit beschränken lassen.

München - Nach den Vorfällen in Paris und Hannover schwingt auch am kommenden Wochenende bei vielen Fußballfans ein ungutes Gefühl mit: Ist der Stadionbesuch sicher? 1860-Geschäftsführer Markus Rejek hat dazu Stellung genommen. 

Am Samstag empfängt der TSV 1860 München den FC St. Pauli. Ein ganz normales Zweitligaspiel? Mitnichten! Denn nach den Terroranschlägen in Paris während des Länderspiels zwischen Frankreich und Deutschland und der aus Sicherheitsbedenken abgesagten Partie zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover fragen sich derzeit viele Fußballfans: Ist ein Stadionbesuch derzeit noch sicher oder bringe ich mich in Gefahr?

Kontrollen werden ausgeweitet, Besucher sollen frühzeitig anreisen

Eine Frage, die auch 1860-Geschäftsführer Markus Rejek am Mittwoch beantworten musste. Am Trainingsgelände nahm Rejek vor zahlreichen Medienvertretern Stellung. "Es gab extra Sicherheitsbesprechungen wegen des Spiels am Samstag. Und am Donnerstag wird es eine weitere Besprechung mit allen relevanten Beteiligten geben. Sollten sich dort weitere Details ergeben, werden wir das natürlich mitteilen", erklärte er. Aus gegebenem Anlass "werden die Kontrollen ein bisschen ausgeweitet, auch im VIP-Bereich". Man bitte die Stadionbesucher daher um Verständnis und eine frühzeitige Anreise nach Fröttmaning.

Zu einer möglichen Absage stellte Rejek klar: "Es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass die Spielansetzung in Gefahr ist." Gleichzeitig wies der Löwen-Geschäftsführer aber darauf hin, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gebe, "in keiner U-Bahn, in keinem Bahnhof, in keinem Konzertsaal".

"Habe keine Lust, mich von diesen Verrückten in unserer Freiheit beschneiden zu lassen"

Die Löwen-Profis hätten bislang nicht geäußert, aus Angst oder Vorsicht lieber auf einen Einsatz verzichten zu wollen. "Aber wenn so eine Haltung aufkommt, dann muss man sich natürlich damit beschäftigen", sagte Rejek.

Er selbst finde es richtig, dass am Wochenende gespielt werde: "Wir können nicht unser Leben hier einstellen. Wo fängt es an, wo hört es auf? Ich habe keine Lust, mich von diesen Verrückten in unserer Freiheit beschneiden zu lassen." Man müsse alles dafür tun, um nicht in Hysterie zu verfallen.

Auf die Frage, ob er Angst habe, dass Fans mit den üblichen Knallkörpern oder Böllern im Stadion die Hysterie noch verschärfen könnten, stellte der Löwen-Finanzfachmann unmissverständlich klar: "Jeder muss Verständnis haben, dass Knallkörper im Stadion in dieser Situation untragbar sind. Sollte so etwas auftreten, werden wir mit aller Härte dagegen vorgehen."

lk/dh

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