Gegen Sandhausen nachlegen

Matchwinner Bülow: "Sind auf Schlagdistanz"

München - Kai Bülow war einer der beiden Matchwinner im Spiel gegen Kaiserslautern. Der Torschütze zum 1:0 weiß: Die Löwen sind wieder auf Schlagdistanz. Doch noch fehlt etwas.

Der Held der Relegation hat offenbar keine Lust mehr auf eine Wiederholung dieser nervenaufreibenden Entscheidung über den Klassenerhalt. Kai Bülow, im Vorjahr mit seinem Last-Minute-Treffer gegen Holstein Kiel der Löwen-Retter, trägt seit einer Woche viel dazu bei, dass sich die Löwen auf normale Art und Weise aus dem Sumpf ziehen. Am Samstag leitete er mit seinem Kopfballtreffer zum 1:0 den Sieg über Düsseldorf ein und am Mittwoch in Kaiserslautern hielt er wieder seinen Schädel hin und traf zum 1:0-Sieg. Da hat einer Blut geleckt.

Bis vor kurzem noch wäre auch für Bülow das Erreichen der Relegation das Höchste der Gefühle gewesen. „Als wir neun Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15 hatten, hätte ich die Relegation sofort unterschrieben“, sagte der 29-jährige Defensivmann gestern, „aber jetzt sieht die Sache anders aus. Mit nur drei Punkten Rückstand sind wir wieder auf Schlagdistanz und natürlich wollen wir alles versuchen, um den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern.“

Bülow: "Habe noch keinen Urlaub gebucht"

Noch aber zieht Bülow alle Möglichkeiten in Betracht. „Urlaub habe ich nach der Saison noch keinen gebucht“, grinst er, „da will ich flexibel bleiben.“ Falls es doch zwei Spiele obendrauf gibt... Der Mann von der Ostseeküste, der seit 2010 das Löwentrikot trägt, hat auch Sinn für Humor. Als ein Journalist ein paar Sekunden zu spät zum Gesprächstermin stieß, entschuldigte sich dieser lächelnd mit dem Satz „Ich habe mir gerade noch ein Bülow-Trikot gekauft. Worauf der ehemalige Rostocker antwortete: „Was, jetzt erst?“

Ex-Löwe Benny Lauth, der bei den Löwen vier Jahre mit Bülow zusammen verbracht hat, weiß um die Wichtigkeit seines einstigen Kollegen: „Auf den Kai kannst du dich immer verlassen. Das waren extrem wichtige Tore von ihm.“ Was Lauth noch an Bülow schätzt: „Zu welch gutem Schafkopfer er sich bei uns entwickelt hat. Auf unseren Busfahren hat er es damals schnell gelernt. Mittlerweile ist er wahrscheinlich sogar der beste Schafkopfer, der aus Mecklenburg-Vorpommern kommt...“

Zweimal die 2 bei Zittersieg der Löwen

Vor einem Jahr beim von sky-Reporter Michael Leopold auf dem Nockherberg organisierten Schafkopfturnier, an dem viel Fußball-Prominenz teilnahm, belegte Bülow Platz sechs. Der ist heuer mit den Löwen allerdings nicht mehr drin...

tz

Rubriklistenbild: © MIS

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