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Löwen-Ex-Vize gibt sich bissig

Meidert: "Ismaik hat keine Ahnung, keinen Plan"

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Erich Meidert

München - Das Ergebnis der Reise von Peter Cassalette nach Abu Dhabi: Ernüchternd. Ex-Vizepräsident Erich Meidert gibt sich gegenüber Hasan Ismaik nun bissig.

Es war eine Geburtstagsparty wie maßgefertigt für Erich Meidert, den seit Montag doppelten Sechzger: 60 geladene Gäste, los ging’s laut Einladung um 18.60 Uhr, und das Ganze fand natürlich in einer Fußballkneipe statt: im „Bierteufel“ am Bahnhof von Baldham. Einziger Schönheitsfleck: An den Wänden von Meiderts Stammboazn hingen überwiegend Schals und Wimpel mit dem Logo des FC Bayern. Im Leben wird eben nicht auf alle Befindlichkeiten Rücksicht genommen – auch nicht am Ehrentag eines Herzenslöwen.

Sein Verein, bei dem Meidert vom Amateurtrainer bis zum Vizepräsidenten fast alles war, kam aber auch nur am Rande vor „bei der ersten Geburtstagsfeier meines Lebens“. Der Wasserfilterhersteller hat inzwischen zu viele Freunde, die sich nicht viel aus Fußball machen. Und: Auch Meiderts Verdruss, was die Löwen angeht, ist riesengroß. Durchaus nachvollziehbar. 2006 und 2013 wollte er als Präsident anpacken, und als seine Kandidatur intern bekämpft wurde, fing er an, sich zurückzuziehen.

Dabei könnte gerade Meidert in der momentanen Situation mit reichlich Insiderwissen dienen. Er kennt ihn nämlich persönlich, diesen Hasan Ismaik, der gerade mal wieder alle im Verein auf Trab hält. Im April 2013 stattete Meidert dem Investor auf eigene Faust einen Besuch ab. Am Tag nach seiner großen Feier erinnert er sich an die Tage in Abu Dhabi.

„Ich bin, wie Cassalette, sehr höflich empfangen worden. Wir haben uns länger unterhalten, aber all seine Aussagen waren von keinerlei Fachkenntnis getrübt“, sagt Meidert und fügt mit gewohnter Bissigkeit hinzu: „Im Grunde passt er perfekt zu 1860: Keine Ahnung, keinen Plan. Für mich bleibt er ein Buch mit sieben Siegeln.“ Ein bisschen Verständnis hat er allerdings für den Geschäftsmann Ismaik: „Als Unternehmer weiß ich, wie das ist, wenn man Millionen versenkt, indem man in Sachen investiert, von denen man keine Ahnung hat.“

Meidert hat früh geahnt, dass das mit einem wie Ismaik nichts wird. Trotzdem ist er „erschüttert und schockiert, was da gerade abläuft“. Sein gut gemeiner Rat: „Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich denke, jetzt ist der Punkt gekommen, an dem man sich über eine geordnete Insolvenz Gedanken machen sollte.

ulk

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