Ismaik soll den Verteidiger unbedingt holen wollen

Sechzig angeblich scharf auf diesen Kölner

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Mergim Mavraj (rechts) soll es Hasan Ismaik angetan haben.

München - Den ein oder anderen neuen wollen die Sechziger in der Winterpause wohl noch holen. Einem Medienbericht zufolge hat es den Löwen ein Verteidiger aus dem Rheinland angetan.

26 Tore haben die Löwen bislang in 19 Spielen in der zweiten Liga kassiert. Das ist nicht wenig für ein Team, das zu Beginn der Saison zumindest die Ambition auf einen einstelligen Tabellenplatz hatte. Angesichts der Tatsache, dass der TSV auch nur 15 Treffer erzielte, kann man sich natürlich die Frage stellen, welches von beiden Problemen die größere Auswirkung auf die bislang maue Saison hat. Investor Hasan Ismaik, der im Moment vor allem durch philosophisch wertvolle Aussagen von sich Reden macht, sieht das Grundübel der Sechziger aber offenbar in der Abwehr.

Wer kein Tor kassiert, kann nicht verlieren - das ist wohl der Grundgedanke hinter den Ideen des Jordaniers, die Saison der Löwen noch zu retten. Deswegen hat Ismaik seinen Cousin Noor Basha anscheinend mit der Suche nach einem adäquaten Innenverteidiger beauftragt. Und der ist in der ersten Liga fündig geworden. Genauer gesagt beim 1. FC Köln. Wie der für gewöhnlich gut informierte Geissblog.Koeln berichtet, haben die Münchner ihre Fühler nach dem Kölner Mergim Mavraj ausgestreckt.

Der war ein halbes Jahr verletzt und hat nun drei starke Innenverteidiger vor sich. Am 17. Spieltag feierte er zwar gegen Borussia Dortmund ein erfolgreiches Comeback, dennoch hat er mit Dominique Heintz namhafte Konkurrenz vor sich. Dass er Dominic Maroh von seiner Position verdrängt, ist auch eher unwahrscheinlich, ebenso sieht der Fall bei Drederik Sörensen aus. Gut möglich also, dass Mavraj also dem Lockruf aus München durchaus Gehör schenkt. Ismaik hat angeblich sogar schon höchstpersönlich bei dem Albaner nachgefragt. Und auch Noor Basha wurde offenbar schon vorstellig. Dies bestätigte er gegenüber dem Geissblog: "Ich weiß vom Interesse der Löwen", schob aber direkt hinterher, dass der FC ihm klare Signale geschickt hat, "dass man auf mich zählt."

Eigentlich haben die Sechziger in der Innenverteidigung auch nur bedingt Bedarf: Kapitän Christopher Schindler ist sowieso gesetzt, sein Vorgänger Guillermo Vallori will zur Rückrunde wieder angreifen und mit Kai Bülow, Sertan Yegenoglu und Rodnei hat man im Prinzip genügend Alternativen.

Vielleicht sollte Hasan Ismaik also doch lieber die Probleme der Löwen von der anderen Seite angehen. Und nach schlagkräftigen Offensivleuten Ausschau halten.

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