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„Eiskalt“: Schiri lässt Köllners Stiefsohn nicht aufs Feld - Profi-Debüt platzt an der Seitenlinie

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Von: Moritz Bletzinger

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Familien-Ärger beim Schlusspfiff: Michael Köllner kam nicht mehr dazu, seinen Stiefsohn gegen Würzburg einzuwechseln.
Familien-Ärger beim Schlusspfiff: Michael Köllner kam nicht mehr dazu, seinen Stiefsohn gegen Würzburg einzuwechseln. © Jan Huebner/Imago

Michael Köllner wollte seinem Stiefsohn gegen Würzburg das Drittliga-Debüt bescheren. Alexander Freitag stand schon am Spielfeldrand. Aus der Einwechslung wurde aber nichts.

Würzburg - Alexander Freitag stand am Montag buchstäblich Zentimeter vor seinem Profi-Debüt für den TSV 1860 München. Michael Köllner wollte seinen Stiefsohn in der Schlussphase gegen Würzburg bringen, aber die Einwechslung hat nicht geklappt.

Würzburg gegen 1860: Michael Köllner will Stiefsohn Alexander Freitag einwechseln - aber Schiri pfeift ab

Der Wechsel war schon vorbereitet. Der Youngster sicher heiß auf seine ersten Drittliga-Minuten. „Und der Schiri pfeift dann eiskalt das Spiel ab“, murrte Köllner nach dem Spiel mit einem Zwinkern. Stiefsohn Alexander Freitag muss bis zum nächsten Jahr auf seinen ersten Einsatz in der 3. Liga warten.

Schon in Dortmund hatte Köllner einem Nachwuchstalent den ersten Profi-Einsatz beschert. Milos Cocic durfte gegen die BVB-Reserve ran. Für Würzburg versprach der Löwen-Coach eine weitere „Feuertaufe“. Die platzte am Montag in letzter Sekunde. Am 3:0-Sieg von 1860 hat das nichts geändert. Bekommt Freitag jetzt auch die Punkteprämie, obwohl er nur mit einem halben Fuß auf dem Platz war? Das müsse der 22-Jährige mit der Geschäftsführung ausmachen, scherzte Köllner auf der Pressekonferenz.

TSV 1860 München: Köllners Stiefsohn trainiert mit den Profis - Drittliga-Debüt steht offenbar bevor

Alexander Freitag gehörte bislang in der Bayernliga-Elf der Löwen zum Stammpersonal. Unter Frank Schmöller kam der Mittelfeldfeldspieler in der laufenden Saison in 15 Spielen zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore. Mittlerweile trainiert Freitag aber nicht mehr mit der zweiten Mannschaft. Michael Köllner hat ihn zu den Profis gezogen. Der erste Pflichtspieleinsatz steht aber noch aus.

Alexander Freitag (22) ist der Sohn von Michael Köllners Lebensgefährtin Petra.
Alexander Freitag (22) ist der Sohn von Michael Köllners Lebensgefährtin Petra. © Ulrich Wagner/imago

Michael Köllner kennt seinen Stiefsohn auch auf dem Platz bestens. Er trainierte ihn bereits in Regensburg und Nürnberg. Im Februar 2021 holten die Löwen den Köllner-Schützling vom SV Seligenporten nach Giesing. In der Jugend spielte Freitag für den FC Bayern* und die SpVgg Unterhaching. (Moritz Bletzinger) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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