Trainer und Kapitäne haben abgestimmt 

Köllner lehnt Wechsel ab und lobt Team: Ehrung war „Keine One-Man-Show“

Michael Köllner präsentiert sich frisch rasiert zum Saisonabschluss auf dem Trainingsgelände. 
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Michael Köllner präsentiert sich frisch rasiert zum Saisonabschluss auf dem Trainingsgelände. 

Michael Köllner gibt das Lob für die Auszeichnung zum Trainer des Jahres an seine Mitarbeiter weiter. Dennoch ist er wegen seinen Erfolgen ein gefragter Mann.

München - Nachdem die Abstimmung zu Trainer und Spieler der Saison durch die Trainer und Kapitäne der 3. Liga vollzogen war, konnten sich Sascha Mölders und Michael Köllner freuen. Am Ende kam für die Löwen zwar nur der undankbare vierte Platz in der Liga heraus. Köllner wurde aber als Trainer des Jahres und Mölders zum Spieler der Saison gewählt. Der 51-Jährige folgt damit auf Sebastian Hoeneß, den Meistercoach der Saison 2019/20. 

Köllner:  „Die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, steht für eine eigene Identität“

Im Interview mit dem DFB sagt der Löwen-Dompteur, wen er in der vergangenen Spielzeit in Pole Position gesehen hat: „Bei den Spielern hatte ich mich, da Stimmen für das eigene Team nicht zugelassen waren, für Torhüter Markus Kolke entschieden. Er ist für mich das Gesicht der erfolgreichen Saison von Hansa Rostock. Seiner Mannschaft hat er mit zahlreichen guten Paraden viele Punkte gesichert und damit entscheidend Anteil zum Aufstieg in die 2. Bundesliga*“. 

Der Trainer der Münchner Löwen stellt gegenüber dem DFB* klar, dass das Team als Ganzes ihn zu dieser Auszeichnung geführt hat. „Es ist eine große Ehre und zugleich eine schöne Auszeichnung für die Arbeit, die das gesamte Trainerteam und die Mannschaft gemeinsam in dieser Spielzeit geleistet haben. Bei uns ist es keine One-Man-Show.“

Vor der Saison glaubten nur zwei Trainerkollegen an den TSV 1860 als Aufstiegskandidat

Im vergangenen Sommer stand Köllner vor einer Hercules-Aufgabe, denn insgesamt 18 Verträge nicht verlängert. Für Köllner war diese Ausgangslage einer der Gründe, dass nur zwei seiner Kollegen die Blauen als Aufstiegskandidaten gesehen haben: „Dass es dann sogar bis zum 38. Spieltag für uns um den Aufstieg und die Teilnahme an der Relegation ging, war aber nicht planbar. Die Grundlage für alles ist aber meiner Meinung nach auf dem Trainingsplatz zu suchen.“ 

Am 28. Spieltag standen die Giesinger noch auf Platz elf. Dann folgte ein Lauf bis zum 38. Spieltag und der TSV 1860 kämpften sich bis auf Rang vier nach oben.

Köllner bleibt bis 2023: Österreichs Erstligist Austria Wien blitzt ab 

Die starken Leistungen seiner Mannschaft haben Begehrlichkeiten geweckt. Der Trainer des Jahres in der 3. Liga wurde auch für andere Vereine interessant. Es gab Gerüchte um einen Wechsel zu Austria Wien, doch Köllner bekannte sich schnell zu seinem bis 2023 datierten Arbeitsvertrag an der Grünwalder Straße „Das ist auch ein Kompliment für meine Arbeit. Es gebietet der Respekt, wenn man sich so was mal anhört und das Gespräch nicht gleich wegdrückt“. 

Wie die österreichische Zeitung kurier berichtet, hat Köllner wohl eine Ausstiegsklausel in seinem Arbeitspapier. Der gebürtige Oberpfälzer war Wunschkandidat von Austria-Präsident Frank Hensel, doch der fällige Betrag war dem starken Mann der Wiener demnach zu hoch. 

(Magdalena Schwaiger) 

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