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TSV 1860 München: Köllner feiert Jubiläum - Zwei Jahre für die Katz?

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Von: Ludwig Krammer

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Am gleichen Punkt wie Vorgänger Bierofka: Michael Köllner, Löwen-Trainer seit November 2019.
Am gleichen Punkt wie Vorgänger Bierofka: Michael Köllner, Löwen-Trainer seit November 2019. © Imago

Michael Köllner feiert heute sein zweijähriges Jubiläum als Trainer. Die Ausgangslage bei Amtsübernahme ist mit der heute erschreckend ähnlich.

München – Tabellenplatz 15, gerade mal 17 Punkte aus 14 Spielen, Länderspielpause – das war die Ausgangsposition, als die Löwen am 9. November 2019 stolz die Verpflichtung ihres neuen Trainer-Hoffnungsträgers bekanntgaben. Michael Köllner hieß der Nachfolger des im Gesellschafterstreit aufgeriebenen Daniel Bierofka. Exakt zwei Jahre ist das mit dem heutigen Tag her.

So kurios wie bitter: Nach dem ernüchternden 1:3 in Osnabrück stehen die Sechziger mit Platz 15 und mageren 17 Punkten aus 14 Spielen quasi wieder am Startpunkt. Die Aufstiegsambitionen, die durch das zweiwöchige Oktober-Hoch mit guten bis sehr guten Auftritten in Saarbrücken (1:1), gegen Schalke (1:0) und Freiburg II (6:0) neue Nahrung bekommen hatten, können einstweilen beiseite gelegt werden. Neues Ziel sollte es sein, schnellstmöglich ein Punktepolster zur Abstiegszone aufzubauen.

TSV 1860: Michael Köllner und Günther Gorenzel stehen unter Beobachtung

Die Zeit der milden Worte ist passé. Kapitän Sascha Mölders stellte der Mannschaft in Osnabrück ein vernichtendes Zeugnis aus, sprach von „Angsthasenfußball“. Auch der maßlos enttäuschte Investor Hasan Ismaik verabschiedete sich aus dem Diplomatie-Modus: „Ich vertraue euch, den Spielern und dem Trainerstab, aber ich erwarte nach der Länderspielpause eine Kehrtwende.“

Möglicher Vorteil: Drei der nächsten vier Partien dürfen die Löwen vor heimischer Kulisse austragen (Duisburg am 20., Mannheim am 30. November – Magdeburg ist noch nicht terminiert). Dazwischen wartet das Auswärtsspiel beim Schlusslicht Havelse (27. November). Klar ist auch: Weitere Negativerlebnisse würden den Druck auf Köllner und Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel schnell anwachsen lassen. Beide haben in den Clubgremien und im Umfeld längst nicht mehr nur Fürsprecher. Die Enttäuschung über Einwechslungen und vermeintliche Verstärkungen bestimmt die Diskussionen.

Zeit für sportliche Gegenargumente. Zur Erinnerung: Vor zwei Jahren startete Köllner mit einer Serie von 14 Spielen ohne Niederlage. Damit rechnet aktuell wohl nicht mal mehr der größte Optimist. (Ludwig Krammer)

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