1860-Coach will Talente fördern

Michael Köllner über Junglöwen: „Du musst einen Weg aufzeigen“

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Daumen hoch: Michael Köllner ist der Blick auf die Jugend wichtig. 

Mit Michael Köllner hat der TSV 1860 einen Trainer verpflichtet, der einen exzellenten Ruf als Förderer von Nachwuchsspielern hat. Das soll auch an der Grünwalder Straße so bleiben.

  • Michael Köllner möchte die Löwen für Talente wieder attraktiver machen.
  • Er will jungen Spielern einen Weg für die Zukunft aufzeigen.
  • Spieler wie der zuletzt formstarke Dennis Dressel sollen nur ein Anfang sein.

München - Der TSV 1860 war einst für seine herausragende Jugendarbeit bekannt. Etliche Junglöwen machten ihre ersten Schritte im Profi-Fußball an der Grünwalder Straße und entwickelten sich zu Bundesliga- und Nationalspielern. Spätestens vor zwei Jahren, als die Löwen im Kollektiv mit mehreren Mannschaften abgestiegen sind, orientierten sich junge Spieler oftmals zu anderen Vereinen in Bayern. 

TSV 1860 München: Michael Köllner hat reichlich Erfahrung mit Jugendspielern

Mit Michael Köllner als Bierofka-Nachfolger hat der TSV 1860 einen Trainer verpflichtet, der für die Förderung junger Spieler bekannt ist. Beim 1. FC Nürnberg leitete der 49-Jährige das Nachwuchsleistungszentrum, ehe er zum Profi-Coach befördert wurde und mit etlichen Talenten in den eigenen Reihen 2018 den Sprung in die Bundesliga gepackt hat. 

Diesen Weg möchte er auch bei den Blauen fortsetzen. „Wir haben einen Perspektiv-Kader, in dem die besten Talente im älteren Nachwuchsbereich integriert sind“, sagte Köllner am Sonntagabend im BR bei „Blickpunkt Sport“. „Es ist wichtig, dass du einen Blick dafür hast und die Spieler dann auch merken, sie haben eine Chance im Verein. Du musst einen Weg aufzeigen.“ 

TSV 1860 München: Michael Köllner setzt auf Dennis Dressel

Bestes Beispiel ist für den gebürtigen Oberpfälzer Mittelfeldspieler Dennis Dressel, der mit seinem Treffer im Derby gegen den FC Bayern einen Punkt sichern konnte. Auch beim dramatischen 3:2-Sieg bei der SpVgg Unterhaching spulte der 21-Jährige die vollen 90 Minuten ab und darf sich Hoffnung auf weitere Einsätze machen: „Mit solchen Spielern musst du dich tagtäglich beschäftigen. Dann wird Sechzig auch sicher wieder eine Adresse werden, wo junge Spieler nach oben kommen können.“ 

Dass die Löwen für junge Talente wieder attraktiver werden müssen, betonte bereits Frank Schmöller, seit Sommer Trainer der U21. Die U17 spielt wie die U19 in der dritten Saison in Folge in der Bayernliga. Während die A-Junioren auch heuer einen schweren Stand im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr haben, sind die B-Junioren auf dem besten Weg zurück ins Oberhaus. Nach 14 Spieltagen ist die Mannschaft noch ungeschlagen und führt die Tabelle mit zehn Zählern vor dem FC Ingolstadt an.

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