Mitgliederversammlung bei den Löwen

Cassalette-Interview: "Wer tut sich das dann an?"

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Forderndes Präsidentenamt: Peter Cassalette, umringt von Fans und Journalisten. Vergnügungssteuerpflichtig soll das Amt nicht sein, doch künftigen Kandidaten droht eine noch härtere Einstiegshürde.

München - Der TSV 1860 München tagt mal wieder, es geht um Kampfabstimmungen bei der Präsidentenwahl. Amtsinhaber Peter Cassalette ist skeptisch.

München – TSV 1860? So langsam empfiehlt sich die Umbenennung in DSV 1860 – Debattier- und Sport-Verein. Bereits zum dritten Mal innerhalb eines halben Jahres kommen die Mitglieder des Traditionsklubs zusammen, um über ein einziges Thema abzustimmen: Müssen sich Mutige, die Oberlöwe werden wollen, künftig in Kampfabstimmungen durchsetzen? „In Zukunft sollen sich mehrere Kandidaten für das Amt des Präsidenten und der zwei bis drei Vizepräsidenten zur Wahl stellen können“, heißt es im Beipackzettel zu Top 4. Die Auflösung gibt’s heute ab 19 Uhr in der Gaststätte „Heide Volm“ (Planegg). Die Versammlung begleiten wir mit einem Live-Ticker. Wir sprachen vorab mit Peter Cassalette, 62, dem schon jetzt leidgeprüften Amtsinhaber.

Herr Cassalette, mit wie viel Zuspruch rechnen Sie bei der Außerordentlichen Versammlung?

Peter Cassalette: Oje, die erste Frage ist gleich die schwerste. Wir haben selber lange gerätselt, als wir vor sechs, acht Wochen den Tagungsort aussuchen mussten. Die Meinungen schwankten zwischen 20 und 200 Mitgliedern. Ich denke, dass die Zahl irgendwo dazwischen liegen wird, zwischen 50 und 100. Alles andere würde mich total überraschen. Ich denke, dass es Leute sein werden, die sehr nah am Verein sind. Einer wie Franz Hell kommt natürlich, der in Anführungszeichen normale Fan eher nicht.

Das kann natürlich Einfluss auf das Abstimmungsergebnis haben. Sehen Sie das mit Sorge?

Peter Cassalette: Was heißt mit Sorge? Es ist halt sehr zweischneidig. Das ist alles schön demokratisch, basisdemokratisch gar. Aber ich sehe schon eine Gefahr: Nehmen sie einen Menschen, der im öffentlichen Leben steht, zum Beispiel von MAN. Tut der sich das wirklich an? Setzt der sich der möglichen Blamage aus, gegen einen von den Giasinger Buam zu verlieren? Der wird sich das sicher gut überlegen, denn das ist alles nicht so lustig. Mich selber betrifft’s ja nicht: Wenn ich im Juni Lust und Laune habe weiterzumachen, dann stelle ich mich – egal, welche Satzung gerade gilt.

Das ganze Interview können Sie bei Merkur.de lesen.

Interview: Uli Kellner

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