Okotie im tz-Check

"Der Rubin ist einer wie Ibrahimovic"

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Stark: Rubin Okotie.

München - Elf Pflichtspieltore hat Rubin Okotie schon auf seinem Löwen-Konto. Ein Teamkollege vergleicht ihn mit Zlatan Ibrahimovic. Der Goalgetter im tz-Check!

Sage keiner, Rubin Okotie zähle nicht genau mit. Als den Löwen-Stürmer am Montag nach dem Training einer anerkennend auf seine „zehn Pflichtspieltore“ hinwies, korrigierte ihn der 27-Jährige sofort: „Elf sind’s, elf.“ Mögen andere die Übersicht verlieren angesichts der Masse von Toren in erst vierzehn Spielen, Okotie tut’s nicht. Dass er die letzten beiden beim 3:0 in Bochum trotz Schmerzen im rechten Knie fabrizierte, spricht für seinen Willen und seine Widerstandskraft. Noch ist nicht endgültig klar, ob die Verletzung schlimmer ist – für die Löwen wäre ein Ausfall in den nächsten Spielen aber fatal: Sie brauchen Okoties Treffer, der mit acht Toren inzwischen zusammen mit dem Bochumer Terrode die Torjägerliste der 2. Liga anführt. Was ist dran an diesem Mann, den die Wiener Austria im Sommer für eine überschaubare Ablösesumme nach München ziehen ließ und der mittlerweile auch die österreichische Nationalmannschaft wieder zu Siegen schießt? Okotie im tz-Check.

Sein Körper: Okotie ist topfit und setzt seine 85 Kilo bei 1,88 Meter Größe immer voll ein. Innenverteidiger Guillermo Vallori, der es im Training oft mit Okotie zu tun bekommt, weiß: „Alle Verteidiger in der 2. Liga hassen es, gegen ihn zu spielen. Rubin setzt seinen Körper immer derart ein, das erinnert mich sehr an die Art und Weise wie Zlatan Ibrahimovic zur Sache geht.“ Daniel Adlung fügt hinzu: „Rubin legt nach dem Training immer noch ein paar Sonderschichten ein. Seine Kraft kommt nicht von ungefähr.“

Sein Kopf: Vier seiner elf Tore hat Okotie mit diesem Körperteil erzielt. „Wie gut er mit dem Schädel ist, darüber müssen wir wohl nicht reden“, sagt Vallori. „Ganz, ganz stark.“ Aber auch im Kopf ist Okotie klar. „Als ich jetzt drei Spiele lang nicht getroffen habe, habe ich mich deswegen nicht verrückt machen lassen“, sagt Okotie. Und sein Landsmann Peter Pacult, einst selbst erfolgreicher Torjäger der Löwen, weiß: „Rubin hat eine Art, die heute sehr gefragt ist. Als junger Spieler war er nicht immer ganz pflegeleicht, jetzt ist er natürlich vernünftiger geworden, Vater ist er seit Kurzem ja auch, aber irgendwas von seiner rotzfrechen Art hat er immer noch in sich. Die brauchst du auch.

Sein Herz: Ganz groß. Pacult: „Ich habe Rubin beim Spiel gegen Leipzig gesehen, und was er da läuferisch gebracht hat, war überragend. Er will, er kämpft. Und das in jeder Sekunde des Spiels.“

Seine Füße: „Rechts bin ich schon etwas besser als links“, sagt Okotie, aber ich habe in der Jugend den Linken oft trainiert.“ Zwei seiner elf Tore hat er damit erzielt, fünf mit rechts.“

Seine Hände: „Auch damit ist er sehr geschickt“, lobt Guillermo Vallori. „Das hat Rubin beim ersten Tor in Bochum bewiesen. Den Gegenspieler ganz kurz gestoßen, und schon war der Weg zum Kopfball frei.“

tz

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