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Kreuzers Königstransfer Mölders: „Ich kann ihn mir in der Jugendarbeit gut vorstellen“

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Von: Martin Haiss

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Sascha Mölders (li.) wurde 2015 vom damaligen Geschäftsführer Oliver Kreutzer (r.) zum TSV 1860 geholt.
Sascha Mölders (li.) wurde 2015 vom damaligen Geschäftsführer Oliver Kreutzer (r.) zum TSV 1860 geholt. © Imago Images / Sven Simon, pmk

Sascha Mölders wechselte 2015 vom FC Augsburg zum TSV 1860 München. Oliver Kreuzer, damaliger Sportchef der Löwen, erinnert sich an den Transfer der Kultstürmers.

München - Der 36-jährige Sascha Mölders hat sich in seiner Zeit bei den Münchner Löwen Kult-Status erarbeitet. Seit der Spielzeit 2015/16 spielt der gebürtige Essener für die Blau-Weißen. Der Transfer des Mittelstürmers zu den Löwen tütete damals Oliver Kreuzer ein. Wie sich zeigt, ist dem ehemaligen Sportchef ein echter Glücksgriff gelungen. Mölders wurde zunächst für ein Jahr vom FC Augsburg* an die Löwen ausgeliehen, ehe der Traditionsklub aus der bayrischen Landeshauptstadt den heutigen Kapitän für eine feste Ablösesumme von 150.000 Euro verpflichtete.

Im Interview gegenüber dieblbaue24.com sagt Kreuzer zum damaligen Transfer: „Wenn man sieht, dass Sascha Mölders noch heute für 1860 spielt, weiß man, dass dieser Transfer ein Volltreffer war.“ In 190 Spielen für die Löwen brachte der Kult-Stürmer es auf 75 Treffer. Nicht nur aus sportlicher Sicht wertet Kreuzer den Transfer als positiv. „Er hat uns ja schon in der 2. Liga mit seinen Toren nicht nur vor dem Abstieg aus der 2. Liga gerettet, sondern auch in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass man wieder über 1860 positiv spricht.“

Sascha Mölders nicht mehr gut genug für den TSV 1860? - KSC-Geschäftsführer Oliver Kreutzer hat dazu ein klare Meinung

Auch nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga war der Sturmtank Leader und oft entscheidender Spieler bei den Blauen, auch wenn er inzwischen auf der Zielgeraden seiner Karriere ist: „Sascha ist mit seinen 36 natürlich ein bisschen in die Jahre gekommen. Er sieht nicht mehr wie ein Modellathlet aus, aber damit muss man sich arrangieren. Ich finde, Sascha kann immer noch den Unterschied ausmachen.“

In der Tat. Ohne den 36-Jährigen hätten die Löwen in der aktuellen Spielzeit weniger Punkte auf dem Konto. Bei drei seiner vier Saisontore rettete er den Löwen einen Punkt. Seine vierte Bude markierte Mölders beim letzten Heimerfolg gegen Freiburg II (6:0).

„Ich kann mir ihn in der Jugendarbeit gut vorstellen“

Oliver Kreuzer über eine Aufgabe Mölders im Anschluss an seine Spielerkarriere.

Auch nach seiner Karriere sollte der Anführer im Verein eingebunden werden, wie Kreuzer seinem ehemaligen Arbeitgeber empfiehlt. „Ich kann mir ihn in der Jugendarbeit gut vorstellen. Wenn er den Trainerschein macht, dann sollte ihn 1860 für den Nachwuchsbereich verpflichten.“

Ob Mölders noch eine weitere Saison im Löwen-Trikot dranhängt, ist derzeit offen. Sein Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Er „kann und will nichts ausschließen“, sagt der dreifache Familienvater erst vor wenigen Tagen. Dass er dem Fußball nach seiner Spielerkarriere gänzlich abschwört, ist unwahrscheinlich. In seinem Wohnort Mering macht sich der Torjäger bereits als Trainer der Reserve in der A-Klasse verdient. Mit einer guten Ansprache wäre der Alphalöwe vielleicht ja auch von einer Aufgabe im Nachwuchsleistungszentrum der Junglöwen zu überzeugen. (Martin Haiss) *tz ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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