Kreuzer mit klarem Appell vor dem Kellerduell

Die Löwen-Devise gegen den MSV: "Bloß nicht ausrutschen"

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Duell aus dem Hinspiel (1:0): Marius Wolf (inzwischen Hannover) gegen Duisburgs Rolf Feltsche.

München - Für den TSV 1860 München ist das Rückspiel gegen den MSV Duisburg ein echtes Finale. Sportchef Oliver Kreuzer appelliert noch einmal an die Mannschaft.

Vollmann setzt sich auf dem rechten Flügel durch, Wolf spritzt in die flache ­Hereingabe – 1:0, die Erlösung in der Nachspielzeit!

So sah das aus beim Kellerduell des TSV 1860 gegen den MSV Duisburg. „Ein richtig schlechtes Spiel, das durch ein Glückstor entschieden wurde“, erinnert sich Sportchef Oliver Kreuzer, der diesen ersten Saisonsieg der Löwen an Allerheiligen noch als unbeteiligter Zuschauer in der spärlich besetzten Arena verfolgte.

Am Freitag beim Wiedersehen in Duisburg (bei uns im Live-Ticker) wird die Bude voller werden. Der MSV wittert nach dem 2:1-Sieg in Nürnberg wieder Morgenluft. „Wir liegen nur noch drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Diese Ausgangslage hatten wir seit Wochen nicht“, sagt Innenverteidiger Thomas Meißner.

Worte, die Sechzig als Warnung dienen sollten. Kreuzers Appell: „Auch wenn wir gegen Fürth eine ähnlich gute Leistung wie gegen Nürnberg gebracht haben, dürfen wir nicht glauben, dass es in Duisburg ein Selbstläufer wird. Wir können da nicht hinfahren und sagen: Schau mer mal.“

Sondern?

„Wir müssen Duisburg brutal annehmen! Das wird Abstiegskampf pur. Das Stadion wird ausverkauft sein. Die Mannschaft weiß, um was es in Duisburg geht: Da ist verlieren definitiv verboten.“

Gute Laune vor dem Ernstfall: Kreuzer und Möhlmann.

Fragt sich nur, ob die Mannschaft entsprechende Taten folgen lässt. Beim jüngsten direkten Abstiegsduell gegen Bielefeld (1:1) waren es die Ostwestfalen, die den größeren Siegeswillen zeigten, auch die Siege gegen Düsseldorf und Sandhausen (jeweils 3:2) fielen in die Kategorie glücklich. Kreuzer macht keinen Hehl daraus, das ihm die Mannschaft in ihrer Wankelmütigkeit ein Rätsel ist: „In der Englischen Woche hatten die Jungs den Kampf angenommen. Nach Leipzig kam dann dieses Bielefeld-Spiel, wo du die hundertprozentige Wahrheit nicht finden wirst, warum wir nach der Führung so passiv geworden sind.“

An mangelnden Engagement der Ersatzspieler sollte es in Duisburg nicht scheitern. Rubin Okotie und Valdet Rama legten gestern nach dem Training eine 45-minütige Sonderschicht mit Flanken und Torabschluss ein. Kreuzer: „Wenn du mit Mölders und Okotie zwei Stürmer auf dem Niveau hast, sollten eigentlich beide spielen. Wenn nur einer spielt, dann wird das seine Gründe haben.“

Ludwig Krammer

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