Große Wechsel-Übersicht

Winter-Transfer Owusu soll Sechzigs Probleme lösen - nicht alle seine Vorgänger waren erfolgreich

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Erstes leichtes Training von Neuzugang Prince Osei Owusu beim TSV 1860 München.

Am Dienstag wird Prince Osei Owusu erstmals mit seinem neuen Team trainieren. Eine Übersicht zeigt, wie sich die vergangenen Winter-Transfers der Löwen schlugen.

München - Am Montag bekam der 22-jährigeLeih-Stürmer aus Bielefeld einen ersten Vorgeschmack, als er mit einer kleinen Gruppe aus Reservisten über den Einserplatz koordinierte. Ob Owusu schon am Samstag beim Heimspiel gegen Tabellenführer Osnabrück auflaufen darf? Auch dazu wird sich Sportchef Günther Gorenzel in Abwesenheit von Trainer Daniel Bierofka am Dienstagmittag äußern (dürfen). 

„Alle Parteien profitieren von diesem Transfer“, hatte Gorenzel am Wochenende kundgetan. „Durch mehr Einsatzzeiten kann sich Prince Osei Owusu bei uns weiterentwickeln und wir haben eine zusätzliche Option für unser Offensivspiel.“ Seit Hasan Ismaiks Einstieg beim TSV 1860 im Jahr 2011 ist Owusu Winterzugang Nummer 23. Wie sich seine Vorgänger schlugen? 

Der tz-Überblick: 

2011/12: Mit Guillermo Vallori gelingt Sportchef Florian Hinterberger ein Volltreffer. Der Spanier, von Grasshoppers Zürich gekommen, stabilisiert die anfällige Defensive, am Ende belegen die Löwen Platz sechs in der Zweitliga-Tabelle. 

2012/13: Große Hoffnungen, durchwachsene Bilanz: Weder Oldie Rob Friend noch Talent Ola Kamara können überzeugen, Malik Fathi spielt zumindest solide. Auch diese Saison beenden die Löwen als Sechster. 

2013/14: Mit Trainer Friedhelm Funkel soll der Aufstieg gelingen, zumindest der Japaner Osako schafft’s. In 15 Spielen trifft der Nationalspieler sechsmal – und wechselt nach der Saison in die Bundesliga zum 1. FC Köln. Sechzig wird Siebter, Manager Hinterberger muss gehen. 

2014/15: Unter Hinterbergers Nachfolger Gerhard Poschner verwechseln die Löwen Umbruch mit Abbruch. In Erinnerung bleibt „Kofi“ Annan durch den unsterblichen Begrüßungssatz von Allesfahrer Roman Wöll im Winterlager in Marbella: „Done, schiaß uns nauf!“ 

2015/16: Nach dem Relegationswunder gegen Kiel legen die Löwen die nächste Katastrophensaison hin. Im Winter greift Poschners Nachfolger Oliver Kreuzer zum Nothammer, holt Erfahrung für den Abstiegskandidaten. Trotzdem bedarf es eines neuerlichen Wunders. Zum Retter wird ein Jugendtrainer namens Daniel Bierofka. Sascha Mölders und Jan Mauersberger erweisen sich erst nach dem Absturz in die Regionalliga ein Jahr später als echte Säulen. 

TSV 1860 München: Owusu soll Wandervogel Grimaldi ersetzen

2016/17: Auf in den Untergang! Beraten vom astrein beleumundeten Kia Joorabchian lässt Investor Ismaik das ganz große Buffet auffahren, Geld spielt unter „To-the-Top“-Trainer Vitor Pereira keine Rolle mehr, die Mannschaft spielt anfangs überraschend strukturierten Fußball, implodiert allerdings bald. Auch der starke Abdulaye Ba geht mit unter. Welchem Zweck Frank Boya diente, ist bis heute ungeklärt. 

2017/18: Als Regionalligist sind Wintertransfers Luxus. Die Löwen gönnen sich Michael Görlitz als Ersatz für den dauerverletzten Timo Gebhart. Der sympathische Zugang spielt keine Rolle, der Aufstieg gelingt trotzdem. 

2018/19: Prince Osei Owusu soll Wandervogel Adriano Grimaldi ersetzen und die nötigen Tore für eine sorgenfreie Restrunde schießen. Nach Vallori und Osako wäre der Ex-Hoffenheimer die dritte Winter-Verstärkung der Ismaik-Zeit. Mutmachende Bilanzen sehen anders aus. Wird Zeit, dass sich was dreht.

Lesen Sie auch: Transfer noch im Winter? Löwen-Aufstiegsheld wohl vor dem Absprung

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