Vor der Versammlung am Sonntag

Cassalette im Mittelpunkt: Jetzt dürfen die Mitglieder fragen

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Peter Cassalette möchte Präsident von 1860 München werden.

München - Am Mittwochabend stellt sich Präsidentschafts-Kandidat Peter Cassalette den Fragen der Mitglieder des TSV 1860. Sie werden vor allem drei große Fragen haben.

Die vergangene Woche verbrachte er gemeinsam mit seiner Frau Viola im lang geplanten Mallorca-Urlaub, am Mittwochabend wird es wieder ernst für Peter Cassalette, den Präsidentschafts-Kandidaten des TSV 1860. In der Stadionwirtschaft des Sechzger-Stadions, quasi der zweiten Herzkammer der Löwen neben dem Stüberl, wird sich der 62-jährige Kaufmann und Versicherungsprofi (ehemals FTI, Allianz) den Fragen der Vereinsmitglieder stellen.

„Die Leute wollen wissen, wen sie warum wählen sollen – oder auch nicht“, sagt Christian Poschet, der die Veranstaltung als Vorsitzender der Münchner ARGE-Fanklubs gemeinsam mit PRO1860 organisiert hat. Am kommenden Sonntag um 14 Uhr stellen sich Cassalette und die als Vizepräsidenten vorgeschlagenen Hans Sitzberger und Peter Helfer bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Freimanner Zenith zur Wahl.

1860 München-Zukunft: Ismaik und Stadion

Die Themen, zu denen Casalette & Co. am Mittwoch werden Stellung nehmen müssen, liegen auf der Hand: Sportliche Perspektive der Profifußballer, Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik, Möglichkeiten eines Spielortwechsels etc. Doch auch Fragen zum e.V. an sich werden auf den Tisch kommen.

Live-Ticker: 1860-Kandidaten beantworten Fragen

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Oberlöwe in spe hatte Cassalette vor zwei Wochen u. a. Folgendes kundgetan: „Ich habe viel Zeit und erwarte auch einen Fulltime-Job. Ich kann allen Fans sagen: Ich bin einer von euch. Der Unterschied zwischen meinen früheren Führungspositionen und der jetzigen Situation ist, dass ich mit Herzblut was verändern kann.“ Und wer bräuchte Veränderungen dringender, als die binnen zwei Jahren zum Zweitliga-Abstiegskandidaten verkommenen Löwen...

Was Poschet zudem wichtig ist: „Sechzig besteht nicht nur aus Fußball. Klar ist das die mit Abstand größte Abteilung im Verein, aber auch die Skifahrer, Leichtathleten und Kegler, um jetzt mal drei herauszupicken, haben es verdient, dass sich der Präsident mehr um sie kümmert und der arg stiefmütterlichen Behandlung ein Ende bereitet.“

1860 München: Eigenes Stadion so früh wie möglich

Was den Fußball angeht, dessen ausgelagerte Profi-GmbH Cassalette bei einer erfolgreichen Wahl als Gesellschafter vertreten würde, hat Poschet vor allem das ewige 1860-Thema Identität/ Stadion im Blick. „Wir werden nicht in zwei, drei Jahren ein eigenes Stadion haben, so blauäugig bin ich nicht“, sagt er. „Aber du musst irgendwann die Weichen stellen, nicht erst einen Monat vor Ende des Mietvertrags 2025, wenn uns die Roten dann rausschmeißen.“

Ja, es gibt einiges zu besprechen heute Abend. Als jetzt schon positiv sieht Poschet die Tatsache, dass die unterschiedlichen Fangruppierungen der Löwen „spürbar zusammengerückt“ seien, andere Meinungen respektieren würden, ohne gleich auf Konfrontation zu gehen. Zumindest hier hat die dramatisch verschärfte sportliche Krise anscheinend was Gutes bewirkt.

lk

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