Löwen-Präsident hat noch Hoffnung

Cassalette fliegt zu Ismaik: "Alternative ist die Amateurliga"

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Da war die Welt noch in Ordnung: Peter Cassalette (r.) und Hasan Ismaik feiern einen Löwen-Sieg.

München - In der Winterpause kehrte beim TSV 1860 keine besinnliche Weihnachtsruhe ein. Im Gegenteil: Investor Hasan Ismaik drohte mit dem Verkauf. Jetzt soll es Löwen-Präsident Peter Cassalette richten.

Hasan Ismaik und der TSV 1860: Wäre es ein Beziehungsstatus, er würde wohl "es ist kompliziert" lauten. Seit dem letzten Spiel vor der Winterpause mussten die Löwen-Fans ein kurioses Hick-Hack um Genussscheine, Finanzspritzen und um einen möglichen Verkauf der Löwen in den Medien verfolgen.

Die Gräben zwischen dem Jordanier und den Verantwortlichen des TSV 1860 sind tief. Nur einer ist noch recht unverbraucht: Peter Cassalette. Aus diesem Grund hat Ismaik auch den Löwen-Präsidenten zu sich nach Abu Dhabi eingeladen. "Es gibt eine neue Chance mit Ismaik, vielleicht ist es die letzte. Er hat mich nach seinem Urlaub nach Abu Dhabi eingeladen", verriet Cassalette gegenüber dieblaue24. Am 4. oder 5. Januar geht es für Cassalette in den Flieger und ab in den Wüstenstaat. Wie lange er bleibt? "Ich werde mir schon zwei, drei Tage Zeit nehmen, um herauszufinden: Was will er überhaupt?", sagte der Ober-Löwe und gibt sich optimistisch. "Ich glaube schon noch daran, dass es eine Möglichkeit gibt, etwas zu bewegen."

Cassalette: "Werde alles tun, um das Vertrauen zu verbessern

Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte ihn Ismaik wohl kaum eingeladen. Er sei der einzige, der noch gut mit dem Jordanier kann, weil er noch unverbraucht sei, meinte Cassalette. "Ich werde alles tun, damit ich das Vertrauen zu ihm aufbaue beziehungsweise verbessern kann. Die Alternative ist die Amateurliga - und die will keiner ...", sagte der 62-Jährige.

Also besteht doch noch ein Fünkchen Hoffnung für die Löwen-Fans, dass es im Jahr 2016 wieder aufwärts geht. Doch zu große Versprechungen will Cassalette nicht machen. "Wir werden keine absurden Sachen machen", erklärt er. "Seine Konditionen müssen von uns auch zu erfüllen sein."

Ein weiteres positives Zeichen aus dem Nahen Osten: Ismaik hat dem Wechsel von Sascha Mölders zu den Löwen zugestimmt. "Dieser Transfer ist ein gutes Signal für alle", urteilt der Präsident.

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