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1860-Präsident Reisinger: Klares Statement

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Von: Armin Gibis

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Robert Reisinger will mit seinem Verein in der Regionalliga Bayern antreten.
Robert Reisinger will mit seinem Verein in der Regionalliga Bayern antreten. © dpa

Der TSV 1860 München startet in die neue Saison. Noch ist nicht ganz klar, in welcher Liga die Löwen ab Juli spielen werden. Doch Präsident Robert Reisinger ist sich sicher, wohin es geht.

München – Robert Reisinger pflegt im Präsidentenamt einen betont schneidigen Ton. „Das ist meine Art, ich spreche eben so“, sagte der Münchner. Eine Kostprobe davon gab er nun auch in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk ab. Hinsichtlich der von Hasan Ismaik in Frage gestellten 50+1-Regel im deutschen Fußball sagte der 1860-Präsident am Wochenende: „Ich kann von meiner Warte nur sagen: Auf einem Briefpapier vom TSV 1860 München e.V. wird mit Sicherheit nie eine Klage gegen diese Regel geschrieben werden. Solange ich Präsident bin und auch Einfluss habe auf die KGaA, wird das auch auf einem KGaA-Papier nicht passieren.“ Das klang schon fast wie eine Kampfansage.

Auch sonst machte Reisinger im Gespräch mit unserer Zeitung einen ziemlich unerschrockenen Eindruck, was eine mögliche Auseinandersetzung mit Ismaik betrifft. Denkbar ist zum Beispiel, dass der Jordanier bei der Mitgliederversammlung am 2. Juli ein Misstrauensvotum organisiert. Ob er sich da Sorgen mache? Reisinger entgegnete barsch: „Nein! Was soll ich mir da Sorgen machen. Es steht jedem frei zu tun, was die Satzungen zulassen. So ist eben Demokratie.“

Löwen noch nicht angemeldet

Hinsichtlich der nahen sportlichen Zukunft sieht der Klubchef die Löwen ganz auf dem angestrebten Kurs: „Wir werden in der Regionalliga spielen. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher.“ Bislang sind die Löwen ja noch nicht für die 4. Liga angemeldet. Immerhin hat Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), hierzu bereits angemerkt: „Ich bin guter Dinge, dass 1860 in der neuen Saison in der Regionalliga spielen wird.“

Die Spielklasse also dürfte fix sein. „Alles andere“, sagte Reisinger, „hängt von den Zahlen ab.“ Also von der Finanzlage der KGaA. Und damit beschäftigt sich seit Tagen der neue 1860-Geschäftsführer Markus Fauser. Zuletzt wurde in Vereinskreisen gar gemunkelt, dass auch die Insolvenz nicht auszuschließen sei. Mehr Klarheit bringt der heutige Montag. Fauser wird zur Mittagszeit eine Pressekonferenz geben – man darf gespannt sein.

Kugel rollt ab Montag

Fest steht immerhin, dass an der Grünwalder Straße 114 ab Montag wieder die Kugel rollt. Trainer Daniel Bierofka startet um 15 Uhr das Training. Erwartet werden 25 Spieler, allesamt aus der U 21 und U 19. Sie sollen die Basis des künftigen Kaders bilden. Ob noch Verstärkungen hinzu kommen, wird eben von Fausers Bericht abhängen.

Unterdessen hat sich Ex-Löwen-Trainer Vitor Pereira erstmals zu seiner so unglücklichen Halbsaison bei 1860 geäußert. „Die Zeit, die ich in Deutschland verbracht habe, war ein großer Konflikt, frustrierend, ein großer Unterschied zwischen dem, was ich mag, und dem, was mir die Spieler geben können. Der Kader von 1860 hatte nichts von dem, was ich mag“, sagte Pereira in Porto. Allerdings ließ er auch Selbstkritik anklingen mit dem Satz: „Ein frustrierter Trainer ergibt eine frustrierte Mannschaft.“ Mit verheerenden Folgen.

Alle Entwicklungen beim TSV 1860 lesen Sie in unserem News-Blog.

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