Ein König ohne Reich

1860-Coach Köllner sieht Problem bei Owusus Selbstvertrauen: „Er haut sich rein, aber ...“

Owusu nach dem Siegtreffer gegen Chemnitz.
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Owusu nach dem Siegtreffer gegen Chemnitz.

Die Zukunft von 1860-Leihspieler Prince Owusu ist ungewiss. Trainer Köllner lobt ihn, sieht aber Probleme bei seinem Selbstvertrauen.

  • Prince Owusu gelang gegen Chemnitz der Siegtreffer.
  • Eine Zukunft bei 1860 München wird der Leihspieler von Arminia Bielefeld wohl trotzdem nicht haben.
  • Sein Trainer Michael Köllner lobt seinen Einsatz, sieht aber auch Probleme.

München - Stadionsprecher Stefan Schneider krönte ihn spontan zum „König“, Prince Owusu genoss den 4:3-Siegtreffer gegen Chemniz nach dem ersten Jubel lieber schweigend. Dafür sprach sein Trainer Michael Köllner: „Prince arbeitet hart, das ist für ihn entscheidend. So, wie ich es empfinde, ist er dem Verein dankbar, dass er noch mal eine Möglichkeit bekommen hat, sich hier zu präsentieren.“

1860-Leihe endet im Sommer: Wohin mit Owusu?

Fragt sich nur: Für wen? Owusus Leihvertrag bei den Löwen endet im Sommer, dass der 23-Jährige fest verpflichtet wird, gilt als unwahrscheinlich. Auch beim Zweitliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld, wo Owusu noch einen Vertrag bis 2021 besitzt, ist die Aussicht auf Spielpraxis gering. Kein Wunder, dass sich der Mitteilungsbedarf des Königs ohne Reich in Grenzen hält.

Weiter arbeiten, auf die Chance warten – das muss die Devise sein nach dem dritten Saisontor im 17. Einsatz. Körperlich bringt Owusu alles mit, im Winter-Trainingslager in La Manga brachte 1860-Trainer Köllner die Problematik auf den Punkt: „Er haut sich rein, aber man hat das Gefühl, dass er sich nach einer guten Situation in der nächsten wieder alles mit dem Arsch einreißt.“

Köllner sieht großes Problem bei Owusus Selbstvertrauen

Eine Frage des Selbstvertrauens. Noch mal Köllner, noch mal La Manga: „Von der Psyche her ist er momentan ganz sicher keine 1,91 Meter groß, sondern eher wie ein Kind. Darauf muss ich als Trainer eingehen.“ Mit einem Startelf-Comeback am Samstag in Jena? Das letzte Mal von Beginn an spielte Owusu beim 2:2 in Zwickau, danach schlug die Stunde von Noel Niemann. Der musste nun gegen Chemnitz 90 Minuten lang zuschauen. Trotz geplanter Weiterverpflichtung…

Drei Drittligisten in München?

Auf dem Rasen war bei der Partie TSV 1860 gegen Chemnitzer FC allerhand geboten. Leider ging es auch vor und nach dem Spiel in München turbulent zu. Das lag nicht nur an einer fliegenden Klobrille. Am Samstag soll gegen Jena das nächste Erfolgserlebnis her. Dann hoffentlich ohne derlei Störgeräusche.

lk

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