"Ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen"

Rätsel um Möhlmanns Spätzünder-Löwen

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„Brauchen ein gutes Gefühl“: Benno Möhlmann.

München - Die Spätzünder-Löwen geben derzeit Rätsel auf. Inzwischen auch Benno Möhlmann. "Das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen", sagt der 1860-Coach auf tz-Nachfrage.

Das ist kurios. Neun Tore haben die Löwen seit dem Amtantritt von Benno Möhlmann in sieben Spielen (inklusive DFB-Pokal) erzielt, aber kein einziges davon in der ersten Halbzeit. „Das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen“, schmunzelte der Löwentrainer, als er von der tz auf seine blauen Spätzünder angesprochen wurde. „Und gezielt geplant war das schon gar nicht…“

Das Ganze spricht zumindest dafür, dass die Löwen einen langen Atem haben. Und Möhlmann mit seinem Ausdauertraining zufrieden sein darf: „Wenn wir konditionell nicht gut drauf wären, dann wäre das ja wohl nicht so passiert.“ Am kürzesten auf ein Tor seiner Mannschaft warten durfte der 61-Jährige im Spiel gegen St. Pauli. Michael Liendl traf zum 1:0 in der 53. Minute. Am längsten auf die Folter gespannt wurde Möhlmann gegen Duisburg, als Marius Wolf erst in der 90. Minute den Treffer zum 1:0-Sieg schoss. Und der Höhepunkt der Schluss-Spurt-Löwen waren natürlich die vier Tore in Paderborn zwischen der 57. und 88. Minute.

Langweilig ist Möhlmann nicht gewesen in den sechs Wochen, seitdem er in München lebt. Die Aufregung, die seine Gallen-OP verursachte, hätte er sich gerne geschenkt, ansonsten lebt er ganz gut mit dem Remmidemmi, das die Position als Trainer des TSV 1860 so mit sich bringt. „Allein schon was die Autogrammpost betrifft“, sagt Möhlmann. „Hier in München hatte ich in sechs Wochen schon genauso viele Anfragen, wie beim FSV Frankfurt in dreieinhalb Jahren…“

Am Freitag gibt’s in der Allianz Arena ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein. Alte Rchnungen sind nicht offen, nachdem Möhlmann vergangene Saison nach dem vorletzten Spieltag beurlaubt wurde. „Wir sind ja nicht im Groll auseinandergegangen“, sagt der Löwencoach, der nach wie vor in telefonischem Kontakt mit FSV-Geschäftsführer Clemens Krüger steht. Der Mann, der ihm den Laufpass gegeben hat.

Und der mit seiner Truppe am Freitag mit null Punkten München verlassen soll. Vor allem, weil die Löwen sie bitter nötig haben. Möhlmann: „Es ist doch nicht so, dass man wegen eines spektakulären Spiels in Paderborn nicht mehr absteigen kann oder weil wir zuletzt sechs Tore in zwei Spielen erzielt haben. Wichtig ist, dass wir zuversichtlich und mit einem guten Gefühl in die ausstehenden 15 Spiele im neuen Jahr gehen können.“ Aber dazu müssen eben bis Weihnachten noch etliche Punkte her.

tz

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Bilder vom Training: Löwen trotzen Kälte - Hain zurück

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