Pressemitteilung des TSV

Löwen reagieren auf Kritik: Verfolgen „restriktive Medienpolitik“

München - Der TSV 1860 München hat in einer Pressemitteilung auf die zunehmende Kritik am Umgang des Vereins mit den Medien reagiert. Die Pressemitteilung im Wortlaut.

Es liegt ein wahres Chaos-Wochenende hinter den Löwen: Auf einen Eklat bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Sankt Pauli folgte eine recht eindeutige Niederlage gegen die Hamburger. Doch der sportliche Aspekt wurde übertüncht von Meldungen über den Versuch, Verantwortliche des Gegners wegen ihres zu ausgefallenen Jubels von ihren Plätzen zu verscheuchen. Daraufhin hagelte es Kritik aus fast ganz Deutschland. Nun reagiert der TSV 1860 darauf. In einer Pressemitteilung erklärten die Sechziger, dass „aus Sicht des Klubs“ falsche Berichterstattung betrieben worden wäre und deswegen eine „restriktive Medienpolitik“ die Folge sei. Gleichwohl sei man jedoch an einer Zusammenarbeit mit der Presse weiterhin interessiert und verfolge nicht das Ziel, „die Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern“. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

DER TSV 1860 MÜNCHEN HÄLT AN SEINER MEDIENPOLITIK FEST. 

Der TSV 1860 München ist grundsätzlich an einer professionellen Zusammenarbeit mit den Medien interessiert. Da das aus Sicht des Klubs zuletzt nicht der Fall war – damit beziehen wir uns explizit nicht auf kritische Berichterstattung im Allgemeinen, sondern auf falsche und tendenziöse Wiedergabe von Sachverhalten – , verfolgt der TSV 1860 München derzeit eine restriktive Medienpolitik. 

Daran wird Sechzig auch weiterhin festhalten. Dabei schränken wir weder die Pressefreiheit noch die Meinungsfreiheit ein. Zudem ist es nicht unser Ziel, die Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern. 

Das Ziel des TSV 1860 München ist ein professioneller, fairer und von gegenseitigem Respekt geprägter Umgang. Was wir weiterhin nicht akzeptieren werden, ist die falsche Wiedergabe von Informationen sowie Berichterstattung, die Ängste schürt und mit der bewusst Stimmung gegen den Verein und die handelnden Personen gemacht wird. Wir sind offen für Kritik, nicht aber für persönliche Angriffe. 

Auf diese Art der Zusammenarbeit hat sich der TSV 1860 mit den betroffenen Zeitungen bei dem in den Medienrichtlinien der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgesehenen, offiziellen Schlichtungstermin mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten geeinigt. Das ausschlaggebende Thema Akkreditierungen wurde dabei thematisiert. Im Anschluss daran wurde es mit der entsprechenden Sorgfalt behandelt und es erfolgte im Sinne der DFL-Regularien keinerlei Verstoß des Klubs.  

Bei Einhaltung der Vereinbarung steht einer professionellen Zusammenarbeit nichts im Wege. Der TSV 1860 erlaubt sich in diesem Zusammenhang, Informationen, die nicht den Sport betreffen und nicht über offizielle Kanäle kommuniziert wurden, nicht zu kommentieren und sich gegebenenfalls dagegen zur Wehr zu setzen.

In einer zweiten Pressemitteilung reagierten die Löwen zudem auf die Vorkommnisse während des Sankt-Pauli-Spiels. Hierbei zeigten sich die Verantwortlichen „über den Stil des FC St. Pauli höchst erstaunt“. Es wurde erwartet, dass derlei Dinge nicht in der Öffentlichkeit geregelt werden, sondern auf direktem Wege. „Aus diesem Grund“ haben sich die Löwen „trotz der Wiedergabe von falschen Informationen nicht zu einer Gegendarstellung entschlossen“.

Die zweite Pressemitteilung der Löwen im Wortlaut

1860 SETZT AUF RESPEKT & PROFESSIONELLEN UMGANG. 

Der TSV 1860 München reagiert auf die Aussagen von FC St. Pauli- Geschäftsführer Andreas Rettig wie folgt: 

Die Löwen sind über den Stil des FC St. Pauli höchst erstaunt. Solch ein Interview auf den vereinseigenen Medien zu veröffentlichen, zeugt weder von kollegialem Umgang noch von gegenseitigem Respekt. Die unterschiedlichen Auffassungen der beiden Klubs sind kein Thema für die Medien, sondern sollten auf direktem Weg besprochen werden und intern bleiben. 

Aus diesem Grund haben wir uns trotz der Wiedergabe von falschen Informationen über die Vorkommnisse beim Hin- und beim Rückspiel nicht zu einer Gegendarstellung entschlossen, sondern uns unmittelbar an die Verantwortlichen des FC St. Pauli gewendet.

tz/mm

Rubriklistenbild: © dpa

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