Löwen-Geschäftsführer ist guter Dinge

Rejek lobt die "ruhige Atmosphäre" bei Ismaik

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Geschäftsführer Markus Rejek mit Löwenboss Gerhard Mayerhofer (l.).

München - Löwen-Geschäftsführer Markus Rejek lobt die Atmosphäre, in der die Gespräche und Verhandlungen mit Investor Hasan Ismaik derzeit ablaufen. Das hat positiven Effekt: "Die Saison", so Rejek, "Ist durchfinanziert".

Einmal Löwe, immer Loser? Zumindest mit der Rolle als kleiner Nachbar des immer größer werdenden FC Bayern müssen sich die Löwen und ihre Fans abfinden. Die Abgrenzung fällt mangels Stadionalternative schwer, nicht umsonst fragt (sich) Langzeitfan Fritz Fehling in der am kommenden Montag um 18.45 Uhr laufenden Sky-Dokumentation: „Warum soll ein Siebenjähriger heutzutage noch zu Sechzig gehen? Warum?“ Fehlings Lösungsansatz: „Wir brauchen den Erfolg der ersten Mannschaft.“

Der lässt bekanntlich seit über einem Jahrzehnt auf sich warten. Die Folge: Ein Neuanfang jagt den nächsten, stets läuft die Chose nach dem Motto: Aufbruch, Umbruch, Einbruch – Abbruch.

Derzeit versuchen sich Präsident/Notvorstand Gerhard Mayrhofer und die Geschäftsführer Gerhard Poschner und Markus Rejek an einer Genesung des kranken Klubs mit seiner überalterten Mitglieder- und Fanstruktur. „Wenn man so einen Verein wie die Roten in der Stadt hat, dann musst du als Zehnjähriger schon Charakter haben, um ein blaues Trikot anzuziehen“, sagte 1860-Finanzchef Rejek am Donnerstag nach der Vorpremiere der Sky-Doku im Mathäser-Kino.

Was Rejek Hoffnung macht, ist eine vermeintliche Marktnische. Der FC Bayern, so Rejeks steile These, vernachlässige in seinen Bestrebungen, weltweit neue Märkte zu erschließen, möglicherweise das lokale Geschäft. „Wenn man sich mit Singapur und New York beschäftigt, dann vergisst man vielleicht etwas die Wurzeln“, sagte Rejek beim Kino-Termin. „Und das ist unsere Chance.“

So ähnlich haben das auch Rejeks Vorgänger schon formuliert. Am Ende der Entwicklung stand die Beinahe-Insolvenz, die 2011 nur durch den Einstieg des Investors Hasan Ismaik vermieden wurde. Jahr für Jahr gleicht der jordanische Unternehmer seitdem das strukturelle Defizit des Klubs aus. „Die Saison ist durchfinanziert“, erklärte Rejek nun erneut im Münchner Merkur. „Die DFL will nur wissen, wie wir mit den Darlehen umgehen, die uns Hasan Ismaik gewährt hat. Aber das sind normale Prozesse, die wir gerade mit unserem Gesellschafter in Abu Dhabi abwickeln. Anders als früher in einer ruhigen Atmosphäre.“ Auch eine Art von Erfolg.

lk

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