Benno Möhlmann vor dem Aus

Rettet Ex-Löwe Peter Pacult den TSV 1860?

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Peter Pacult trainierte die­ Löwen auch schon in der ersten Liga, auf Platz acht stehend wurde er entlassen.

München - Benno Möhlmann steht bei den Löwen vor dem Aus. Doch wer ist ein möglicher Nachfolger des Trainers? Auf der Liste steht neben Pacult auch ein anderer bekannter Name.

Am Montag beim Laktat-Test der Löwen im Olympiagelände fehlte Benno Möhlmann. Schon, würde man normalerweise sagen, aber seine Abwesenheit bei dieser Leistungsprüfung war schon länger ausgemacht, der 61-Jährige hielt sich zu Hause in Bremen auf. Aber nach tz-Informationen soll es beim TSV 1860 beschlossene Sache sein, dass man sich in dieser Woche noch vom Trainer trennt. Und das müsste dann ganz schnell über die Bühne gehen, alles andere würde keinen Sinn ergeben, da ja bereits am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig ansteht. Die 1:2-Niederlage beim Tabellenletzten in Duisburg, der gleichzeitige Sieg von Paderborn beim FSV Frankfurt und der damit verbundene Sturz auf den vorletzten Tabellenplatz lassen mal wieder keine andere Maßnahme zu, als sich schnell vom Trainer zu trennen.

Eine offizielle Stellungnahme dazu gab es vom TSV 1860 am Montag nicht. Aber „die Maschinerie ist im Laufen“ war aus dem Verein zu hören. Ebenso Namen von möglichen Nachfolgern. Christoph Daum (!) war ebenso dabei wie Peter Pacult, der die Löwen bereits in der ersten Liga eineinhalb Jahre trainiert hatte, ehe er – auf Tabellenplatz acht stehend – im März 2003 entlassen wurde.

Sportchef Oliver Kreuzer war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, Benno Möhlmann dagegen schon. Er habe gegen Mittag mit Oliver Kreuzer telefoniert, sagte der Trainer dem Münchner Merkur, und auf die Frage, ob Kreuzer ihm versichert habe, dass er im Amt bleibt, antwortete er: „Zu diesem Zeitpunkt kann er mir das nicht versichern. Jetzt ist die Diskussion da. Wir müssen schauen, dass wir vernünftig miteinander sprechen, morgen oder so. Ich möchte jetzt nicht von Woche zu Woche diese Diskussion führen. Entweder es gibt die 100-prozentige Bereitschaft für die letzten vier Wochen, das zusammen durchzuziehen. Oder aber man geht gleich auseinander. Wenn der Verein grundsätzlich der Meinung ist, dass ein Trainerwechsel etwas bewirken könnte, dann ist es sicher besser, das vier Wochen vor Saisonende durchzuziehen als drei, zwei oder eine Woche vorher.“

Möhlmann: "Habe nicht das Gefühl, dass es zwischen mir und der Mannschaft nicht stimmt."

Zu den Gerüchten, dass es zwischen ihm und der Mannschaft Dissonanzen gebe, meinte Möhlmann: „Ich habe nicht das Gefühl, dass es zwischen mir und der Mannschaft nicht stimmt. Wobei man das ja nie so sicher sagen kann.“ Dass der TSV 1860 bereits auf der Suche nach einem Nachfolger sein soll, kommentierte Möhlmann folgendermaßen: „Ich bin der Meinung, der Verein und insbesondere Oliver Kreuzer sollten sich sicher sein, was in dieser Situation das Beste ist. Ich glaube, Olli und ich haben einen vernünftigen Umgang miteinander. Es gehört zu seinem Job, alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, da mache ich mir nichts vor, das gehört dazu.“

Bilder: Die Trainer des TSV 1860 seit 1992

Montagabend flog Möhlmann nach München zurück, das Training ist für zehn Uhr vormittags angesetzt Mit ihm auf dem Platz? Möhlmann: „Da gehe ich im Moment zu 100 Prozent von aus. Ich gehe zu 100 Prozent davon aus.“

Dennoch: Es sieht alles danach aus, dass der TSV 1860 in der dritten Saison nacheinander drei Trainer beschäftigen wird. Nach Schmidt, Funkel und von Ahlen (2013/14) sowie Moniz, von Ahlen und Fröhling (2014/15) ist in dieser Spielzeit nach Fröhling und Möhlmann wieder mal im Endspurt ein Neuer im Anmarsch. Der Achtzehnte seit Werner Lorant, der nach über neunjähriger Tätigkeit im Oktober 2001 entässen wurde. 18 Trainer in nicht mal 15 Jahren – irgendwann sollte man sich in diesem Verein vielleicht mal andere Sündenböcke suchen. Bei den Spielern hätte man viel freie Auswahl …

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