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Maget: "Noch nichts in trockenen Tüchern"

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Endlich wieder Land in Sicht: 1860-Vizepräsident Franz Maget hofft auf ein Gelingen des Rettungsplans. © Sampics

München - Der Hilfeschrei der Löwen ist offenbar erhört worden. Ein Bankenkonsortium unter Mithilfe des FC Bayern und eventuell eines ausländischen Investors sollen die Sechzger retten.

Unter seiner Präsidentschaft scheiterten die Löwen bei zwei Aufstiegsversuchen, trotzdem fühlt sich Karl Auer nach wie vor der großen Löwenfamilie zugehörig. „Ich denke, dass jetzt auch der Letzte kapiert hat, wo wir stehen“, sagte der 63-Jährige dem Münchner Merkur. Wenn jetzt jemand gefunden wird, der das Ganze zu vernünftigen Konditionen finanziert, dann sehe ich mit dem eingeschlagenen Konzept und den runtergefahrenen Kosten eine hundertprozentige Überlebenschance.“

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Wohl keine unbegründete Zuversicht. Der Hilfeschrei der Löwen vom vergangenen Freitag ist offenbar erhört worden. Ein Bankenkonsortium unter Mithilfe des FC Bayern und eventuell eines ausländischen Investors (nach tz-Informationen aus Spanien), sollen die Sechziger vor dem finanziellen Kollaps bewahren. „Das geht in groben Zügen in die richtige Richtung“, bestätigte 1860-Vizepräsident Franz Maget am Donnerstag. „Aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern.“

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Klubintern werden die Chancen auf eine Rettung inzwischen auf 70 Prozent eingeschätzt. Nach Informationen der SZ soll das Rettungspaket insgesamt zwölf Millionen-Euro schwer sein. Am Freitag sollen bei einem Gipfeltreffen mit sämtlichen Banken und Gläubigern die Bausteine zusammengesetzt werden. „Bis Sonntag hoffe ich, dass wir so viel Bewegung reinkriegen, dass wir eine Lösung hinbekommen“, hatte Aufsichtsrats-Chef Otto Steiner schon am Mittwoch gegenüber der tz gesagt.

Dem FC Bayern ist sehr daran gelegen, den TSV 1860 als Mieter in der Allianz Arena zu behalten. Der Mietvertrag läuft noch bis 2025 und soll den Bayern bis dahin insgesamt an die 50 Millionen Euro einbringen. Laut Bayern-Präsident Uli Hoeneß will der Rekordmeister den Löwen unter die Arme greifen. „Es geht nicht darum, unser Geld zu retten. Das haben wir schon längst abgeschrieben. Es hat nicht nur Vorteile, dass es einen Verein in München gibt. Ich bin Traditionalist“, hatte Hoeneß der Neuen Osnabrücker Zeitung gesagt: „Nachdem wir festgestellt haben, dass die Führung der Löwen seriös zu sein scheint, haben wir uns entschlossen, bei 1860 nicht den Stecker zu ziehen“, so Hoeneß weiter.

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Wie aus 1860-Kreisen verlautet, sollen die infrage kommenden Investoren ihr Engagement an Bedingungen, sprich Mitspracherechte und/oder Optionen auf KGaA-Anteile knüpfen. Zum Rettungsmodell gehören außerdem mehrere Finanzinstitute. Eine renommierte Privatbank soll koordinierend wirken. Dies ist nach Angaben aus Kreisen der bayerischen Staatsregierung Voraussetzung für das Mitwirken der Landesbank. Andernfalls könne die Europäische Union Kredite der Landesbank als unzulässige Beihilfe für den klammen Verein verbieten.

Und damit zurück zu Auer. Der hat im Merkur nicht nur Zuversicht zu bieten, sondern auch einen konkreten Geld-Tipp: „Warum führt man nicht einfach eine Zehnjahreskarte ein? Da gibt’s genug betuchte Fans, die sich die leisten würden, auch für kleinere Firmen könnte das interessant sein“, sagt der Fleischwaren-Händler aus Holzkirchen. „Wenn man die für 5.000 Euro verkaufen würde, hätte man auf einen Schlag fünf Millionen Euro. Der Vorteil wäre: Dieses Geld stünde dem Verein als Eigenkapital zur Verfügung. Kredite dagegen kann man nicht bilanzieren.“ Schneider, Schäfer und Steiner haben’s vernommen.

Die Leiden der Löwen seit Sommer 2010

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