Torschütze bremst Euphorie trotz Sieg über Mannheim

Neudecker: „Der Aufstieg ist für uns im Moment nicht interessant“

Richard Neudecker brachte den TSV 1860 München früh in Führung.
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Richard Neudecker brachte den TSV 1860 München früh in Führung.

Der TSV 1860 München gewinnt mit 2:0 beim SV Waldhof Mannheim. Die Stimmen zum Spiel von Führungstorschütze Richard Neudecker und Trainer Michael Köllner.

München - Mit dem 2:0-Sieg beim SV Waldhof Mannheim hat der TSV 1860 München drei ganz wichtige drei Punkte im Kampf um den Aufstieg geholt und vorerst Tabellenplatz drei erobert. Dynamo Dresden hat allerdings noch zwei Nachholspiele zu absolvieren und könnte die Löwen damit noch vom Relegationsplatz verdrängen.

Vor dem TV haben zahlreiche Löwen-Fans mitgefiebert, allerdings kurioserweise die Führung durch Richard Neudecker nach weniger als 20 Sekunden verpasst. Grund dafür war ein Stromausfall im Stadion. Davon betroffen war auch die Fernsehübertragung.

Dementsprechend beschrieb der Torschütze für die Fans der Münchner zuhause noch einmal sein Tor bei Magenta Sport: „Steini hat mich gesehen. Ich bin in Saschas Laufweg rein gelaufen. Dann musste ich natürlich Platz machen. Sascha hat gesehen, dass ich ihn hinterlaufe. Er legt ihn mir genial rein. Dann musste ich ihn nicht mehr mehr so viel machen. Aus der Position muss man ihn aber schon rein machen, glaube ich“. Grinsend fügte der Mittelfeldakteur noch an: „Es war blindes Verständnis.“

Michael Köllner: „Wir können am Ende nur unsere eigenen Spiele beeinflussen“

Trotz aktuell Rang drei will Neudecker nicht vom Thema 2. Bundesliga sprechen: „Der Aufstieg ist für uns im Moment nicht interessant. Es war heute wichtig, dass wir die 3. Punkte geholt haben und dass wir eine Entwicklung zeigen. Wir haben uns nach der Führung reingekämpft und reingebissen. Da sieht man eine Entwicklung in der Mannschaft.“

Trainer Michael Köllner erkundigte sich direkt nach Anpfiff über die Ergebnisse auf den anderen Plätzen und kommentierte den Blick auf die Tabelle mit „ned schlecht. Die nächsten Tage können wir durchschnaufen.“ Allerdings bremst auch der Oberpfälzer aufgrund der Nachholspiele von Dresden die Euphorie um den möglichen Aufstieg: „Ich kann mich nicht wohin setzen, wo die anderen noch hinkommen können. Wir können am Ende nur unsere eigenen Spiele beeinflussen“. Wichtiger ist für Köllner momentan den vierten Platz gegenüber den Verfolgern abzusichern. Die ersten vier Teams der 3. Liga sind für den DFB-Pokal startberechtigt. „Stand jetzt it wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben. Wir haben jetzt zwei Tage frei. Dann freue ich mich, dass wir mal drei Tage trainieren können. Mit den englischen Wochen ist das immer schwierig“.

(Alexander Nikel)

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