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TSV 1860: Präsident Reisinger wiedergewählt - Spitze gegen Ismaik-Vertrauten Power

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Robert Reisinger wurde am Sonntag von den wenigen anwesenden Mitgliedern des TSV 1860 im Amt bestätigt.
Robert Reisinger wurde am Sonntag von den wenigen anwesenden Mitgliedern des TSV 1860 im Amt bestätigt. © Imago Images /Oryk Haist

Robert Reisinger bleibt Oberhaupt des TSV 1860 München. Er wurde am Sonntag als Präsident bestätigt. Er sieht sich in seinem Kurs bestätigt.

München - Die Wiederwahl von Robert Reisinger und seinen beiden Vizes Hans Sitzberger und Heinz Schmidt war Formsache. Von 310 stimmberechtigten Mitgliedern erhielte Reisinger 290, Schmidt 291 und Sitzberger sogar 302 Ja-Stimmen. Besonders viel Applaus bekam Sitzberger, der mit „Sitzi, Sitzi“-Rufen lautstark gefeiert wurde.

TSV 1860 München: Wiedergewählter Präsident Reisinger ruft Aufstieg als Ziel aus

Zuvor, während seines Berichts, warb Reisinger für den Weg der letzten fünf Jahre: „Der Konsolidierungskurs war erfolgreich.“ Weitere Schulden wird es auch in Zukunft unter seiner Führung nicht geben. „Den Kurs vernünftigen Wirtschaftens gilt es auch im Falle eines Aufstiegs beizubehalten“, kündigte Reisinger an, der die Rückkehr in die 2. Liga als das „erklärte Ziel“ definierte.

Nicht nur da wird Hasan Ismaik genau hingehört haben. Mit dem während der gesamten Versammlung von Reisinger nicht einmal namentlich genannten Jordanier gibt es nach wie vor unterschiedliche Auffassungen. Reisinger erklärte kurzerhand die medial diskutierte „Affäre T-Shirt-Gate“ für beendet. Über das von der KGaA aufgelegte Leiberl, das einem Shirt des Vereins zum Verwechseln ähnlich sieht, sagte Reisinger: „Ich glaube, zur Frage, ob es sich hier um ein Plagiat handelt, gibt es keine zwei Meinungen.“ Anthony Power und die von ihm geleitete TSV 1860 Merchandising GmbH sei ja selbst recht klagefreudig. „Wenn er das verstanden hat, werden die Plagiate aus den Regalen verschwinden.“

„Die Zustimmung unseres Mitgesellschafter wäre zwar für das Binnenklima eine schöne Sache, zwingend ist sie nicht.“

Robert Reisinger über den Bau einer Turnhalle an der Grünwalder Straße 114.

Der Umbau des Grünwalder Stadions wurde auch thematisiert. Der Oberlöwe verteidigte die Spielstätte in Giesing und ist gegen einen Umzug ins deutlich größere Olympiastadion: „Mir persönlich ist ein ausverkauftes Grünwalder lieber.“ Der Klub sei im Dialog mit der Stadt und kämpfe um weitere „Bonifikationen“. Das knappe Fassungsvermögen hat aus Sicht des Präsidenten „ein Für und Wider“: Früher hätte man mit Freikarten in der Allianz Arena betteln müssen, heute seien die Tickets „ein rares Gut geworden“.

Knifflig könnte der lange geplante Bau einer Sporthalle an der Grünwalder Straße 114 werden. „Die Zustimmung unseres Mitgesellschafter wäre zwar für das Binnenklima eine schöne Sache, zwingend ist sie nicht“, sagte Reisinger, der dem Mitgesellschafter „keine stringente Haltung“ in den Verhandlungen vorwarf. Sollte es im nächsten Vierteljahr zu keiner Einigung kommen, „werden wir im Verein einen Alternativweg bestreiten“. (Jörg Bullinger)

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