Abschied des Spaniers fix

Rodri-Wechsel offiziell - Kontakt zu Cacau seit Samstag?

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Rodri war ein großes Missverständnis.

München - Und der Nächste macht die spanische Fliege. Nachdem Edu Bedia bereits vor einigen Wochen zu Real Oviedo gewechselt ist, kann der TSV 1860 jetzt auch Stürmer Rodri von der Gehaltsliste streichen.

Der Transfer des 25-jährigen Rodri zum Zweitligisten Real Valladolid ist perfekt. Am Montagabend einigten sich beide Klubs auf ein Leihgeschäft für ein Jahr, nur die Ablösemodalitäten für den Fall, dass Valladolid ­Rodri ab dem nächsten Jahr fest an sich bindet, waren zunächst noch nicht im Details geklärt. Das änderte sich am Dienstag: Kurz vor 18 Uhr verschickte der TSV 1860 eine Pressemitteilung. Darin heißt es: "Rodri wechselt auf Leihbasis zu Real Valladolid. Der Stürmer, der bei den Löwen einen Vertrag bis 2017 besitzt, unterschreibt bis Juni 2016 bei dem spanischen Zweitliga-Verein. Zudem erhält Valladolid eine Kaufoption."

Auch Sportchef Necat Aygün kommt zu Wort: "Ich denke, damit haben wir für beide Seiten eine gute Lösung gefunden. Wir wünschen Rodri für seine neue Herausforderung alles Gute."

Von den drei Spaniern, die im vergangenen Sommer vom damaligen Sportgeschäftsführer Gerhard ­Poschner mit großen Hoffnungen an die Grünwalder Straße geholt worden waren, ist somit nur noch Ilie Sanchez übrig geblieben. Aber auch er soll noch bis zum Ende der Transferfrist am 31. August an den Mann gebracht werden. Dann würde eines der größten Transfer-Missverständnisse in der Geschichte des TSV 1860 – mit drei Spaniern in die Erste Liga – endgültig der Vergangenheit angehören.

Rodri, der ebenso wie Sanchez seit Saisonbeginn nicht mehr am allgemeinen Trainingsbetrieb teilnehmen durfte, sondern sich separat fit halten musste, hat beim TSV 1860 trotz seiner überschaubaren sportlichen Bilanz (ein Tor in zwölf Spielen) für ziemliches Aufsehen gesorgt. Zum einen, weil er Torhüter Stefan Ortega im Training eine Watschn gegeben hatte, zum anderen, weil er sich den Ruf als wohl schlampigster Spieler der vergangenen 15 Jahren erworben hat. Dieses Urteil fällt jedenfalls der ehemalige Zeugwart Wolfgang Fendt, der vom Jahr 2000 bis zum Sommer dieses Jahres für die Ausrüstung der Spieler verantwortlich war, also einer, der es wissen muss.

Rodri soll bei den Löwen 420 000 Euro im Jahr verdient haben, Geld, das möglicherweise jetzt für geplante Neueinkäufe zusätzlich verwendet werden kann. Vorausgesetzt natürlich, Investor Hasan Ismaik gibt dafür sein Okay.

Sobiech als neuer Stürmer?

Möglicherweise kann das Geld für Ex-Nationalspieler Cacau ausgegeben werden. Mit dem 34-jährigen Stürmer soll der TSV 1860 am vergangenen Samstag Kontakt aufgenommen haben. Der gebürtige Brasilianer hat in der vergangenen Saison beim japanischen Erstligisten Cerezo Osaka gespielt und dort in 24 Spielen sieben Tore erzielt. Den Abstieg in die Zweite Liga konnte Cacau aber nicht verhindern.

Löwen-Sportchef Necat Aygün wollte zu einer eventuellen Verpflichtung des früheren Stuttgarter Angreifers ebenso keinen Kommentar abgeben wie zum Hannoveraner Stürmer Artur Sobiech (25), auf den die Löwen ebenfalls ein Auge geworfen haben sollen. Hannover will sich von Sobiech (elf Bundesliga-Tore in 73 Spielen) trennen, weil man mit dem eingesparten Geld einen neuen Angreifer verpflichten will.

tz

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