Jetzt sogar ÖFB-Comeback

Okotie: Der neue Publikumsliebling

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Glücklich: Rubin Okotie.

München - Rubin Okotie hat sich bei den Löwen nicht nur durch seine Tore in kürzester Zeit zum Publikumsliebling aufgeschwungen. Dass er im Österreich-Kader steht, freut ihn riesig.

Das hätte sich Rubin Okotie wohl auch nicht träumen lassen, als er vor zwei Monaten zum TSV 1860 gewechselt ist. Der Stürmer, der harte Jahre hinter sich hat (viele Verletzungen, viele Vereinswechsel) wurde am Dienstag von Teamchef Marcel Koller in das österreichische Aufgebot für das EM-Qualifikationsspiel am 8. September in Wien gegen Schweden nominiert. Auf seiner Facebookseite veröffentlichte Okotie Dienstag Nachmittag gleich das offizielle ÖFB-Schreiben mit dem Kader und schrieb dazu: „Harte Arbeit zahlt sich aus.“ Und er sagte: „Ich freue mich wahnsinnig, dass ich wieder dabei bin, und ein EM-Quali-Spiel gegen Schweden ist natürlich ein Highlight.“ Fünf Jahre ist es immerhin schon her, dass der 27-jährige Angreifer sein letztes von fünf Länderspielen bestritten hat. Dann folgte, wie gesagt, eine lange Zeit der Leiden.

Und fast hätte das Verletzungspech auch am Dienstag wieder zugeschlagen. Nach einer unglücklichen Aktion im Vormittagstraining krümmte sich Okotie mit schmerzverzerrtem Gesicht zwei Minuten lang am Boden, dann wurde aber Gott sei Dank Entwarnung gegeben. Sein Lauf kann weitergehen. Fünf Tore in den ersten vier Pflichtspielen für die Löwen – das hat auch Österreichs Teamchef Koller aufhorchen lassen. Ebenso wie die Tatsache, dass Okotie in München einen sehr fitten und stabilen Eindruck macht.

Bei den Löwen-Fans ist er dank seiner erfolgreichen Tätigkeit in den gegnerischen Strafräumen (vom verschossenen Elfmeter in Heidenheim mal abgesehen) sogar in kürzester Zeit zum neuen Publikumsliebling aufgestiegen. Und Rubin Okotie tritt damit immer mehr in die Fußstapfen seines Landsmanns Peter Pacult, der vor 21 Jahren zum TSV 1860 wechselte und ebenfalls gleich mit vielen Toren die Herzen der Löwen-Fans im Sturm eroberte. Wobei: Pacult sind in den ersten vier Pflichtspielen damals „nur“ drei Tore gelungen. „Mal schaun, ob Rubin so a Guda werd wia i“, sagte Pacult vor Kurzem und fügte hinzu: „Wünschen tu ich es ihm natürlich.“

Eine weitere Parallele zwischen den beiden gibt es ja auch noch. Pacult feierte im Herbst 1993 dank seiner starken Auftritte beim TSV 1860 ebenfalls ein Combeack in der österreichischen Nationalmannschaft. Und das mit fast 34.

tz

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