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Löwen-Legende Pacult zur Zukunft des Ösis

Dreierpack-Okotie: Ein Mann für England?

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Rubin Okotie (l.) nach dem 3:3 gegen den SC Paderborn.

München - Rubin Okotie hat seine Durststrecke eindrucksvoll beendet. Gegen Paderborn lancierte der Dreierpacker beinahe zum Matchwinner. Ex-Löwen-Coach Peter Pacult sieht seine Zukunft nicht in Deutschland.

Peter Pacult.

Drei Tore, einmal drüber sprechen – damit hat es sich. Rubin Okotie hat sich nach seinem Hattrick, den er beim verrückten 4:4 in Paderborn innerhalb von 26 Minuten erzielte, ab Montag selbst Funkstille auferlegt. Kein Wort mehr bis zum Heimspiel am Freitag gegen den FSV Frankfurt. Wohl auch deshalb, weil er weiß, dass die Fragen auch immer seine noch offene Zukunft betreffen würden. Okoties Vertrag läuft im Sommer aus, und derzeit gibt es keine Chance, mit ihm über eine Verlängerung zu sprechen. Das weiß auch Benno Möhl-mann: „Die Okotie-Seite hat dieses Thema erst mal zurückgestellt.“ Hört sich nicht unbedingt gut an für den TSV 1860.

Peter Pacult, dessen Herz immer noch an den Löwen hängt, beschäftigt das Thema natürlich auch. Nicht zuletzt wegen der Parallelen zwischen ihm und Okotie: „Wir stammen beide aus Wien, ich war auch Stürmer bei Sechzig, und so wie Rubin vor einem Jahr habe auch ich vor 22 Jahren aufgrund meiner Tore in München ein Comeback in der Nationalelf feiern dürfen.“ Eigentlich würde Pacult ihm raten, ein Löwe zu bleiben. „Nach vier weniger glücklichen Jahren, auch wegen Verletzungen, ist Rubin nach seinem Wechsel vor eineinhalb Jahren zu 1860 wieder aufgeblüht. Und er sollte nicht vergessen, dass dieser Verein ihn aufgenommen hat, als es Okotie nicht so gut gegangen ist.“

1860 München: Reicht das bei Okotie Vertragsverlängerung?

Ob das allerdings für eine Vertragsverlängerung reicht? Pacult ist skeptisch: „Vom Gefühl her würde ich sagen, dass er geht. Rubin ist bei einer guten Berater-Agentur (Stars & Friends, d. Red.), die werden schon an seiner Zukunft arbeiten.“ Was umso einfacher ist, da Okoties Vertrag im Sommer ausläuft und man an keine Ablösesumme gebunden ist. „Ich glaube, dass Rubin auch in England ein gefragter Spieler sein dürfte“, sagt Pacult. „Und man weiß ja, was dort für Summen gezahlt werden. Wenn ich sehe, was auf der Insel alles so für teures Geld zusammengekauft wird, dann ist einer wie Rubin mit Sicherheit ein gefragter Mann.“ Nach so einem Sahnetag wie am Samstag mit drei Toren in nicht mal einer halben Stunde erst recht. Pacult: „Sechzig ist ja auch kein Holunderverein, der hat immer noch einen Namen, den man nach wie vor in Europa kennt. Und die Spieler natürlich auch.“

Dass Okotie allerdings bereits im Winter München verlässt und die Löwen noch eine Ablöse kassieren können, glaubt der einstige Torjäger nicht: „Ich vermute, das hat Rubin gar nicht im Kopf. Ich schätze, dass im Frühjahr eine Entscheidung fallen wird und sich 1860 derzeit mit der Abwartekarte zufrieden geben muss.“

Um überhaupt noch eine Chance auf einen Verbleib Okoties zu haben, sollten die Löwen allerdings so schnell wie möglich vom Tabellenende wegkommen. „Sieben Punkte aus den drei Spielen bis Weihnachten wären dabei sehr hilfreich“, sagt Pacult, der nach seiner erfolgreichen Aufstiegssaison 93/94 mit 18 Treffern ebenfalls Angebote anderer Klubs erhielt: „Aber für mich war das kein Thema. Erstens war ich schon 34, wollte bei 1860 bleiben, und man wurde noch nicht so mit Geld erschlagen wie heute…“

tz

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