Cacau zu 1860 München

Sagt "Helmut" Ja zu den Löwen?

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Wohin mit mir? Cacau will noch ein, zwei Jahre auf Torejagd gehen – bei 1860?

München - Cacau wurde vom TSV 1860 München kontaktiert, Und er schließt eine Rückkehr nach München nicht aus.

Es tut sich was beim TSV 1860. Der Fußball-Zweitligist ist in diesen Tagen besonders geschäftig, meldet Vertragsabschlüsse, stellt Neuzugänge vor. Allein: Es sind nicht die erhofften Namen dabei. Linster bleibt, hieß es am Montag, gestern wurde Tiplix präsentiert – ein Edelstahlhändler und ein Wettanbieter. Auf Verstärkungen, die Tore schießen können, warten die Löwen-Fans weiterhin vergeblich.

Könnte sich aber bald ändern. Zu hören ist, dass der Transfer des Polen Ludovic Obraniak vor dem Abschluss steht. Der Pole ist fürs offensive Mittelfeld vorgesehen, wo Trainer Torsten Fröhling dringenden Handlungsbedarf sieht. Für ganz vorne, wo bei den Löwen nach zwei Spielen die Null steht, ist ein noch etwas prominenterer Name im Gespräch: Cacau, 34, der frühere Nationalspieler vom VfB Stuttgart, nach einem einjährigen Japan-Abenteuer derzeit Trainingsgast beim VfB II – und auf Vereinssuche.

Die Löwen hätten sich am Wochenende bei Cacau gemeldet, ist aus dem Umfeld des Stürmers zu hören. Der Brasilianer, der vor Jahren Deutscher wurde und seither auf den Spitznamen Helmut hört (angehängt vom Schweizer Ludovic Magnin), hofft auf Angebote aus der Ersten Liga, könnte sich aber offenbar auch eine Rückkehr nach München vorstellen, wo er einst bei Türk Gücü für den Profifußball entdeckt wurde. 14 Jahre ist das jetzt her. Inzwischen ist das Remstal im Osten Stuttgarts seine Heimat geworden. Er hat vor Jahren ein Haus gebaut, will, dass die Kinder dort zur Schule gehen. München, seine erste Deutschland-Station, wäre also nicht ungünstig gelegen.

Die oft erzählte Geschichte, dass er in einem Schwabinger Freibad einem Scout aufgefallen sei, stimmt übrigens nicht. Wahr ist vielmehr, dass ihn ein Cousin seines damaligen Trainers in Mogi das Cruzes (bei Sao Paulo) nach München gelotst hatte. Türk Gücü, 1. FC Nürnberg (2001 bis 03), Stuttgart (bis 2014) – seine Karriere spielte sich in diesem süddeutschen Dreieck ab. Höhepunkte waren der Meistertitel mit dem VfB (2007) – und die drei Jahre als fester Bestandteil der DFB-Auswahl (2009 bis 12).

Am Samstag, als seine alten VfB-Kollegen Man City mit 4:2 bezwangen, wurde Cacau von Reportern zu seiner Zukunft befragt. „Es gibt noch keine Neuigkeiten“, sagte er: „Ich warte, bis was Gutes kommt.“ Die Warteschleife im Regionalligateam der Schwaben empfinde er nicht als lästig. Im Gegenteil. Dort könne er „Spaß haben“, erzählte er – „und trainieren“.

Bis er bald für die Löwen seine Tore schießt? Viele waren es ja nicht zuletzt. Nur jeweils eins in seinen beiden letzten Stutgarter Jahren; bei Cerezo Osaka, das mit Cacau abstieg, waren es fünf (an der Seite des Uruguayers Forlan). „Ich habe vor, noch ein, zwei Jahre zu spielen“, sagte er dem SWR. 307 Erstligaspiele hat Cacau bestritten. Hinter den Zweitligaspielen steht eine Null – aber das könnte sich in Kürze ändern. 

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