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Wichtiger Erfolg gegen Aufstiegsrivalen

Löwen mit Traumstart ins neue Jahr - Vor Zaunparty musste Dressel seine Schuhe ablegen

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Lauf ins neue Jahr gerettet: Sascha Mölders erzielte seine Saisontreffer zehn und elf.

Mit einem satten 4:1-Sieg gegen Braunschweig schaffte der TSV 1860 München einen Traumstart ins neue Jahr. Löwen-Trainer Michael Köllner zeigt sich zufrieden, dass seine Ideen umgesetzt werden.

  • TSV 1860 München - Eintracht Braunschweig 4:1 (2:1)
  • Die Löwen feiern gegen den Aufstiegsaspiranten einen deutlichen Sieg.
  • Sechzig steht in der Dritten Liga jetzt auf Platz sieben.

München – Ein winziges Detail stand der Zaunparty mit den Fans im Wege. Wie Besucher vor dem heiligen Tempel, so musste auch Dennis Dressel seine Fußballschuhe ablegen, dann erst wurde ihm auf dem Absperrgitter das Megafon ausgehändigt – der tiefblaue 1860-Anhang ließ da nicht mit sich reden. „Sie haben mich gebeten, sie auszuziehen. Die roten Schuhe sind da anscheinend nicht gern gesehen“, sagte der Torschütze zum 2:0 nach der 4:1-Gala zum Start ins neue Jahr.

TSV 1860 München: Wie der Anhang, so die Spieler

Zehn Minuten in der zweiten Halbzeit waren gespielt, als in der Westkurve erstmals die Schals in den Himmel gereckt wurden. Siegesgewisse Löwen-Fans bei knapper 2:1-Führung – wann hatte es das zuletzt gegeben? Doch wie der Anhang, so die Spieler, denn auch das Team von Michael Köllner war ja vom Anpfiff weg mit größtmöglicher Überzeugung in die Partie gegangen. Der Lohn: ein Heimsieg, der einer Kampfansage gleichkam, schließlich hatte Gegner Braunschweig seinen Kader in der Winterpause mit zwei Zweitliga-Spielern aufgemörtelt (Pourié, Biankadi).

Die erste Halbzeit bot Tempo und Willenstore, die zweite reife Spielkontrolle inklusive zweier Mölders-Treffer. Der angenehme Nebeneffekt: 1860 macht einen gewaltigen Satz in der Tabelle (von 10 auf 7). Köllner sagte nach seinem ersten Heimsieg: „Fühlt sich schön an. Obwohl wir so lange ungeschlagen sind, hat es ein Weilchen gedauert. Umso schöner, dass unsere Fans glücklich und zufrieden nach Hause gehen konnten.“

Zufrieden stellt der Trainer fest, dass seine Ideen auf fruchtbaren Boden fallen. Mit zwei Rustikalverteidigern im Abwehrzentrum (Erdmann/Berzel), Mittelfeldraute und dem Benjamin-Methusalem-Sturm Niemann/Mölders legten die Löwen los wie die Feuerwehr. Von den ungezählten Chancen, die sie herausspielten, leitete Efkan Bekiroglu die erste ein, ehe er selber nach Steinharts Maßflanke zur Stelle war. Wenig später später setzte Dressel seine roten Schuhe gewinnbringend ein, indem er einfach mal draufhielt, was ja ohnehin zu seinen Stärken gehört. „Normal mache ich die Tore mit links, aber mit rechts kann ich auch“, sagte er lächelnd.

Das ist neu für die Löwen-Fans: Sie mussten zu keiner Zeit bangen

Braunschweig kam noch einmal ran, weil die 1860-Deckung unsortiert war, doch das ist neu für die Löwen-Fans: Sie mussten gestern zu keiner Zeit bangen, dass ihr Team nachlassen könnte. Dafür sorgte ein kluges Drosseln des anfangs atemberaubenden Tempos – und vor allem sorgte dafür Sascha Mölders, der seinen Lauf aus dem alten Jahr fortsetzte und mal eben das 3:1 und 4:1 draufpackte. „Es macht großen Spaß gerade“, sagte er, ohne näher auf seine Zukunftspläne einzugehen. „Ich hab alle Zeit der Welt. Wir haben gesprochen, und jetzt schauen wir mal.“ Billig dürfte seine Unterschrift nicht werden, nachdem der Sturm-Oldie in den letzten neun Spielen neunmal getroffen hat.

TSV 1860-Boss Günther Gorenzel spricht über die Vision Aufstieg

Kaum überrascht wirkte Bekiroglu, der früh den Sieg eingeleitet hatte. „Also, ich muss mich nicht kneifen“, sagte er: „Braunschweig war keinen Deut besser, in keiner Phase des Spiels.“ Und zum Aufstiegstraum, der lebendiger ist denn je: „Jeder macht sich die Hoffnung, noch mal oben hinzuschnuppern, aber vorher müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen.“

Zunächst steht allerdings eine Auswärtsaufgabe an – in Zwickau, wo den Löwen laut Köllner die Punkte auch nicht geschenkt werden. „Da ist es eklig zu spielen“, sagte der Oberpfälzer: „Wir müssen uns perfekt vorbereiten, damit wir auch dort was mitnehmen können.“ Mit Dressels roten Erfolgstretern? „Tut mir leid für die Fans“, sagte das Eigengewächs bedauernd: „Die werd’ ich jetzt noch das eine oder andere Spiel dranlassen, denn sie haben mir Glück gebracht.“

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