Fröhling: "Garantien gibt es nirgendwo"

Sieglose Löwen: Sandhausen als Trainer-Killer?

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Torsten Fröhling weiß, dass seine Löwen endlich mal gewinnen müssen.

München - Holt der TSV 1860 München am Dienstag in Sandhausen nicht den ersten Saisonsieg, wird die Zukunft von Trainer Torsten Fröhling bei den Löwen wohl zum Thema werden.

Bevor die ARD-Sportschau am Samstag einen Zusammenschnitt vom Spiel zwischen dem TSV 1860 und dem 1. FC Kaiserslautern sendete, gab es noch einen kurzen Vorbericht, in dem von Versäumnissen, Fehlern, einer nicht mehr konkurrenzfähigen Mannschaft, schon jetzt verfehlten Zielen sowie einer düsteren Zukunft die Rede war. Wer aber meint, dass damit der TSV 1860 angesprochen war, der irrt. Es ging um die Lauterer, die mit acht Punkten nach München gereist waren und mit einem weiteren nach dem 1:1 in der Arena wieder heimfuhren.

Die Lage bei den Löwen – kein Thema. Dabei würden die Münchner wahrscheinlich ihr letztes Wiesn-Trikot dafür hergeben, wenn sie derzeit so dastehen würden, wie der FCK.

Denn auch nach sieben Spieltagen wartet man beim TSV 1860 noch auf den ersten Sieg, und die bisher eingefahrenen drei Punkte sind eine mehr als dürftige Ausbeute. Dabei dachten alle im blauen Lager nach den imponierenden Auftritten im August gegen Freiburg, Hoffenheim und Nürnberg, dass bei Sechzig eine neue Zeitrechnung angebrochen sei, was die Art des Fußballspielens betrifft, Stichwort Angriffspressing.

Vorbei. Es hat den Anschein, als hätten die Löwen wieder alles verlernt, was sie damals so stark gemacht hat.

Dabei waren sie gegen Kaiserslautern durch Degeneks herrlichen 18-Meter-Schuss in Führung gegangen, doch der Neuzugang initiierte später auch den Ausgleichstreffer durch sein unbedachtes Abspiel auf den bedrängten Wittek, dessen Befreiungsschlag bei Jenssen landete, der aus 20 Metern traf. Kein unvermeidbares Gegentor, wie auch Vitus Eicher zugab. „Der Ball war haltbar“, sagte der Keeper, „da brauchen wir nicht drüber zu reden. Es tut mir leid für die Mannschaft.“

TSV 1860 München: Sportchef Aygün wehrt Gerüchte um "Trainerdiskussion" ab

Haltbar oder nicht, Fröhling erklärte hinterher, „dass wir verdient den Ausgleich gekriegt haben, weil wir in dieser Phase einfach zu passiv waren“. Am Sonntag klang der Trainer dann so: „Wenn ich die emotionale Schiene betrachte, dann haben wir klar zwei Punkte verloren. Sehe ich es sachlich, dann war es ein intensives Spiel von uns mit vielen Laufwegen und kämpferischem Einsatz.“ Und dann fügte er hinzu: „Wenn wir das nach dem 0:3 in Düsseldorf nicht hinbekommen hätten, dann hätten wir ein Riesenproblem gehabt.“

Aber was passiert, wenn es am Dienstag in Sandhausen schiefgeht? Immer häufiger wird Fröhling auf seine persönliche Situation angesprochen. „Garantien gibt es nirgendwo“, sagte er. Sportchef Necat Aygün erklärte wiederum zu diesem Thema: „Es gibt keine Trainerdiskussion.“ Aber es gibt den SV Sandhausen als Trainer-Killer. Vor zwei Jahren musste sich Alexander Schmidt beim TSV 1860 nach einem 0:2 gegen Sandhausen am sechsten Spieltag verabschieden, vor einem Jahr Ricardo Moniz nach einem 0:1 am siebten Spieltag. Und jetzt kommt der achte – in Sandhausen...

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tz

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