Klage auf Gehaltsfortzahlung

Gerichtsprozess startet: Was hat 1860 gegen Eichin in der Hand?

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Thomas Eichin wurde Ende des letzten Jahres entlassen.

München - Es ist ein Wiedersehen der unangenehmen Art. Der TSV 1860 trifft sich am Donnerstag seine ehemaligen Mitarbeiter Thomas Eichin und Kosta Runjaic vor Gericht.

Am Donnerstag werden vor dem Münchner Arbeitsgericht die Fälle Thomas Eichin (11.30 Uhr), Kosta Runjaic (11.15 Uhr) und Peer Jaekel (10.00 Uhr) verhandelt. Während der Manager und der Trainer (beide freigestellt) auf Gehaltsfortzahlung klagen, hat der fristlos entlassene Chefscout eine Kündigungsschutzklage eingereicht. Eine gütliche Einigung ist nach Lage der Dinge nicht zu erwarten. Man darf gespannt sein, was 1860 gegen seine ehemaligen Mitarbeiter vorzubringen hat.

„Warum bei einer Freistellung nicht weiterbezahlt werden soll oder nur ein Minimum, das kann eigentlich nur vertragliche Gründe haben“, sagt Arbeitsrechtler Dr. Thomas Durchlaub, Inhaber der Kanzlei „haas und partner“ in Bochum und Vorstandschef des Deutschen Anwaltsinstituts. „Allerdings: Wer würde so einen Vertrag unterschreiben?“ Bei geschäftsschädigendem Verhalten werde im Normalfall eine fristlose Kündigung ausgesprochen, erklärt Durchlaub. „Wenn dies ohne vorherige Abmahnung geschieht, liegt in der Regel ein schwerwiegender Grund vor. Kassendiebstahl ist das klassische Beispiel.“

Gefahr für das Unternehmen ist groß

Warum Eichin dann nur freigestellt wurde? Durchlaub kennt ähnlich gelagerte Fälle. „Nicht mehr weiterzubezahlen, löst Druck auf den Arbeitnehmer aus“, sagt er. „Sollte er eine neue Beschäftigung finden, muss er den alten Vertrag auflösen – mit der Folge, dass er bei der Abfindung eventuell Abstriche macht. Häufig wird im Nachgang nach Gründen gesucht, die dem Freigestellten zur Last gelegt werden. Aller Erfahrung nach führt dieses Vorgehen aber nur selten zu dem vom Arbeitgeber gewünschten Erfolg.“

Sicher sei nur eines: „Die Gefahr eines Reputationsverlustes ist bei einem derartigen Vorgehen für das Unternehmen groß. Jedes Unternehmen, dem etwas an seinem Image liegt, strebt eine Einigung ohne gerichtliche Verfahren an, bevor Dinge in die Öffentlichkeit gelangen, auch wenn das im Einzelfall etwas mehr kosten kann.“

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