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Wie Poschner reagiert

Trainerwechsel? Sky-Reporter zählt Moniz an

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Sky-Reporter Stefan Hempel.

München - Sky-Reporter Stefan Hempel sorgte am Sonntag für Verwunderung. Er zählte bei der Live-Übertragung Löwen-Trainer Ricardo Moniz an.

Kommentator Stefan Hempel hatte schon während des Spiels das Thema aufgegriffen und in den Raum gestellt, ob Ricardo Moniz bald entlassen werde. Und Gerhard Poschner zuckte kurz zusammen, als ihn nach Abpfiff Sky-Reporter Dirk Elbrechter mit den jüngsten Gerüchten konfrontierte. „Aus jeder Ecke hört man“, so der Fernsehmann kurz nach dem Spiel, „dass sich bei 1860 ein Trainerwechsel anbahnt.” Der Löwen-Sportchef versuchte postwendend, die doch sehr heikle Bemerkung an sich abperlen zu lassen. „Ich verstehe die Frage nicht. Es gibt keinen Grund über den Trainer zu spekulieren. Unruhe im Umfeld von 1860 ist normal“, sagte er leicht pikiert. Nach nur vier Spieltag stand ihm ganz offensichtlich nicht der Sinn danach, sich an einer – verfrühten – Trainerdiskussionen zu beteiligen. Beim 1:1 (0:1) gegen Aufsteiger SV Darmstadt 98 ließ sich aber auch zweifelsohne feststellen: Falls die immer noch sieglosen Löwen sich nicht schleunigst steigern, wird sich Poschner schon bald noch weitaus drängenderen Fragen stellen müssen. Das gestrige Pfeifkonzert der Fans war schon schrill genug. Auch Trainer Ricardo Moniz gab zu: „Es bleibt frustrierend. Uns tut die Situation weh.“

Immerhin gab Gäste-Trainer Dirk Schuster freundlicherweise kund, dass es seinem Team gelungen sei, „einen Aufstiegskandidaten“ zu ärgern. Als solcher haben sich die Münchner gestern allerdings nicht zu erkennen gegeben. Vielmehr drängte sich über weite Strecken der Eindruck auf, dass die Statistik der ersten vier Partien ganz dem aktuellen Spielvermögen entspricht: Noch nie seit dem Abstieg 2004 sind die Sechziger schlechter gestartet, noch nie hatten sie nach vier Spieltagen bereits neun Tore kassiert, und erstmals seit drei Jahren finden sich sich als 16. auf einem Relegationsplatz wieder. „Das ist natürlich nicht zufriedenstellend“, sagte Kapitän Christopher Schindler, die einzige stabile Stütze in einer öfters wackligen Hintermannschaft.

Trainer Moniz hatte schon vor der Partie geunkt: „Wenn du dieses Spiel nicht gewinnst, dann hockst du geschlagen in der Ecke.“ Nach 31. Minuten gerieten die Münchner dann tatsächlich gehörig ins Wanken. Marcel Heller umtanzte den nicht nur in dieser Szene indisponierten Gary Kagelmacher, Torjäger Dominik Stroh-Engel verwertete die feine Hereingabe zum 0:1. „Ein Horrorszenario“, befand Moniz.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen immerhin etwas auf, auch weil der enorm dribbelstarke Leonardo den Darmstädtern immer wieder schwer zu schaffen machte. Auch Rubin Okoties Ausgleichstreffer zum 1:1 (54.) ging eine Aktion des Brasilianers voraus. Wenig später versemmelte Bobby Wood aus bester Position den zweiten Treffer. „Das wäre der Big Point gewesen. Aber bei uns soll es im Moment nicht sein“, meinte Schindler. Moniz sah in der kurzen Drangphase, der übrigens drei Darmstädter Großchancen folgten, immerhin einen Lichtblick. „Wir hatten das Siegtor auf dem Fuß, wir sind zurückgekommen“, sagte er. Ansonsten verwies der Niederländer auf seinen Hauptkritikpunkt: „Uns fehlt die Basisqualität im Kreieren von Torchancen.“

Womöglich ändert sich das ja bis zum nächsten Spiel in knapp zwei Wochen bei St. Pauli. Mit Valdet Rama und Rodri wurden wochentags zwei Offensivkräfte verpflichtet. Am Samstag kam noch der Defensivallrounder Martin Angha hinzu – ein 20-jähriger Schweizer, der beim 1. FC Nürnberg ausgemustert worden ist. Zudem steht nun fest, dass der heftig von Darmstadt umworbene Yannick Stark ein Löwe bleibt.

Poschner, der mittlerweile zehn Neuzugänge zu 1860 transferierte, erklärte vor der morgigen Schließung der Transferliste: „Wir haben eine auf allen Positionen sehr, sehr gut bestückte Mannschaft.“ Dies legt die Schlussfolgerung nahe: Wird Zeit, dass Moniz etwas daraus macht.

Armin Gibis

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