Löwen-Spieler wird 29 Jahre

Geburtstags- und Sorgenkind Lex: Wann legt der Sechzig-Fan endlich seinen Rucksack ab?

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Gesprächsbedarf: Stefan Lex (r.) holt sich Instruktionen von Löwen-Trainer Daniel Bierofka.

Geburtstagskind Stefan Lex arbeitet beim TSV 1860 München immer noch daran, sein Formtief zu überwinden. Die in ihn gesteckten Erwartungen hat der Offensivspieler noch nicht erfüllt.

München - Die Saison in der 3. Liga ist in vollem Gang. Zwei Tage nach der 2:3-Schlappe des TSV 1860 München gegen den Karlsruher SC feiert nun einer der wohl prominentesten Neuzugänge seinen 29. Geburtstag: Stefan Lex. Als eingefleischter Löwen-Fan und mit Erfahrungen von der Regionalliga (Buchbach) bis hin zur Bundesliga (29 Einsätze für den FC Ingolstadt) zählte er zu den Neuzugängen, für die sich die Anhänger schon beim Aufkommen erster Gerüchte besonders erwärmen konnten.  

Stefan Lex ist das größte Sorgenkind im Löwen-Kader

So richtig konnte der nunmehr 29-jährige die an ihn gestellten Erwartungen bisher aber nicht erfüllen. Mit nur drei Startelf-Einsätzen und nur einem einzigen Spiel über die kompletten 90 Minuten in der 3. Liga weist der Offensivmann, was Einsatzzeiten betrifft, bislang noch keine Topwerte auf. In elf Spielen wurde er eingewechselt, zwei Mal saß er 90 Minuten lang auf der Bank. Lediglich im Toto-Pokal durfte er sich viermal über die volle Spielzeit beweisen - diesen Wettbewerb nutzt Trainer Daniel Bierofka jedoch auch oft, um die Reservisten bei Laune zu halten.

Sportdirektor Günther Gorenzel fand nach einem durchwachsenen 1:1 gegen Würzburg am 10. Spieltag klare Worte zum formsuchenden Neuzugang: „Er hat sich am Anfang zu viel Druck gemacht, jetzt muss er schauen, dass er aus dem Schneckenhaus rauskommt. Er versteckt sich zu viel. Er muss sein Herz in die Hand nehmen und zeigen, dass er bis vor Kurzem noch gegen die besten Verteidiger Deutschlands gespielt hat.“

Löwen-Coach Daniel Bierofka glaubt an seinen Spieler

Lex‘ bisher unauffälligen Leistungen begründete Löwen-Coach Bierofka mit der zuletzt schwierigen Situation beim FC Ingolstadt: „Es ist für ihn nicht einfach. Er hatte zuletzt in Ingolstadt sehr wenig gespielt. Dann kam er hierher und hat sich selber viel Druck gemacht.“ Einen „Rucksack“ trage der Spieler mit sich, hatte es Bierofka nach dem 2. Spieltag und dem ersten Tor von Stefan Lex gegen die Sportfreunde Lotte formuliert. „Der Treffer wird mir nun helfen, dass die Formkurve wieder nach oben geht“, hatte der Spieler damals selbst gesagt. Doch so richtig kam er auch danach nicht in Fahrt. 

Er habe gehofft, dass er bei Sechzig „schneller reinfinde. Da bin ich ein Stück weit verkrampft“, versuchte Lex im Oktober nach seinem Treffer beim Toto-Pokal-Erfolg gegen den TSV Buchbach zum 2:0-Endstand zu erklären: „Aber ich versuche bei jedem Einsatz und in jedem Training daran zu arbeiten, dass es lockerer wird. Und Tore helfen natürlich.“ Bierofka glaubt an seinen Spieler. „Der Lexi wird kommen, zu hundert Prozent“, sagte der Coach nach dem Spiel in Buchbach. 

Doch auch in der jüngsten Partie gegen den Karlsruher SC war Lex wieder nur Ersatzmann, zeigte nach seiner Einwechslung zur zweiten Hälfte eine eher unauffällige Leistung. Es bleibt zu hoffen, dass der Löwe so bald wie möglich seinen Rucksack komplett ablegen kann. Vor allem nach der Niederlage gegen den Karlsruher SC, nach der Bierofka mit Kritik an seinen Spielern nicht sparte. 

mbr

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