Sportchef Kreuzer legt Gespräche auf Eis

Vorerst keine Vertragsverlängerungen bei den Löwen

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"Einzelschicksale müssen hinten angestellt werden", sagt 1860-Sportchef Oliver Kreuzer.

München - „Klappe halten, Klasse halten“: Sechs Spieltage vor Ende der Saison in der zweiten Bundesliga fordert Sportchef Oliver Kreuzer von seinen Spielern volle Konzentration auf den Sport.

Gleich zwölf Verträge laufen Ende Juni beim TSV 1860 aus. Nur noch sechs Spiele stehen an – und trotzdem sieht Oliver Kreuzer keinen dringenden Bedarf, die Verträge seiner Spieler zu verlängern. Priorität hat für ihn derzeit der Abstiegskampf.

Kreuzer will dabei jede Ablenkung vermeiden. „Einzelschicksale müssen im Moment hinten angestellt werden. Erst wenn wir Klarheit über unsere Zukunft haben, können wir die anderen Dinge angehen“, stellt der Löwen-Sportchef in der Bild-Zeitung klar. Das Motto lautet: „Klappe halten, Klasse halten.“

Auch Disziplinarstrafen oder Kündigungen sind derzeit keine Option. „Wir verlieren hier nicht die Nerven, sondern rücken noch enger zusammen. Hier gibt es keine zweite Trainingsgruppe, der Trainer wird nicht entlassen“, sagt Kreuzer.

Am Freitagabend (18.30 Uhr in der Arena) gegen die SpVgg Greuther Fürth geht das Rennen um den Klassenerhalt weiter. Kreuzer fordert ein anderes Auftreten der Spieler als beim 1:3-Debakel in Karlsruhe: „Die Gier und Galligkeit nach Erfolg war zuletzt nicht zu sehen. Auch das Glück, das wir hatten, fehlt. Das müssen sie sich wieder erarbeiten.“

Die Löwen stehen derzeit auf dem Relegationsplatz. Falls der Klassenerhalt noch gelingt, soll es – wie die Bild berichtet – keine Extra-Prämie für die Mannschaft geben. Stattdessen packt Kreuzer die Mannschaft bei der Ehre: „Die Jungs haben sich da selbst reingebracht, müssen selbst wieder rauskommen. Alle wissen, um was es geht und keiner will in seinem Lebenslauf einen Abstieg mit 1860 stehen haben.“

tr

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