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1860 mit happigen Dauerkarten-Preisen - und einer Enthüllung im Kleingedruckten?

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Von: Fabian Müller

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Die Löwen werden ihre Heimspiele künftig wieder im Grünwalder Stadion austragen.
Die Löwen werden ihre Heimspiele künftig wieder im Grünwalder Stadion austragen. © sampics / Stefan Matzke

Der TSV 1860 München startet seinen Dauerkarten-Verkauf. Doch es gibt einige offene Fragen. Zum Beispiel, warum die Preise so hoch sind. Und warum eigentlich gibt es nur 17 Heimspiele?

München - Am Mittwochvormittag gab es der FC Bayern offiziell bekannt, kurz darauf zog dann der TSV 1860 München nach: Die Löwen werden ihre Heimspiele nicht mehr in der Allianz Arena austragen, sondern im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße. Für viele Fans der Löwen im ersten Moment eine Erleichterung. So richtig warm wurden die Anhänger des Giesinger Klubs nicht mit dem Fröttmaninger Stadion. Jetzt geht es für sie „heim“ ins Grünwalder. 

Am Mittwochnachmittag kündigte Geschäftsführer Markus Fauser dann an: „Der Vorverkauf für das erste Heimspiel wird morgen beginnen. Wir müssen da jetzt kurzfristig starten.“ Und tatsächlich: Keine 24 Stunden später gab der TSV 1860 dann das Prozedere des Dauerkarten-Verkaufs für die neue Saison bekannt. 

Die zwei Phasen des Verkaufs

Der Verkauf läuft in zwei Phasen ab. In Phase eins haben die ehemaligen Dauerkarteninhaber ein exklusives Vorverkaufsrecht. Bedeutet: Ab sofort können Dauerkarteninhaber der Saison 2016/2017 ihre Dauerkarte bei den Löwen bestellen. Am Montag, den 17. Juli, läuft dann Phase zwei an, der freie Verkauf. Dauerkarten können dann direkt im Kartenvorverkauf am Trainingsgelände erworben werden. 

Doch die Preise sind ganz schön happig: Für die billigste Kategorie, den Stehplatz, verlangen die Löwen 199 Euro für einen Vollzahler, ermäßigt kostet eine Dauerkarte noch 175 Euro. Für die Stehhalle, lange Zeit Heimat der Ultras, verlangt der Klub 315 Euro, die ermäßigte Version kostet 290 Euro. Und für einen Sitzplatz auf der Haupttribüne sind 375 Euro fällig (340 Euro ermäßigt). 

Stolze 59 Euro mehr als beim FC Bayern

Die Preise bleiben im Vergleich mit den vergangenen Spielzeiten stabil, zumindest wird eine Dauerkarte nach dem Doppel-Abstieg nicht billiger. Das ist erwähnenswert, zumal die Gegner nicht mehr Fortuna Düsseldorf oder Dynamo Dresden heißen, sondern Pipinsried oder Schalding-Heining. Auch ein Vergleich mit dem ungeliebten Nachbarn lohnt: Für eine Stehplatz-Dauerkarte in der Allianz Arena für die Saison 2017/2018 verlangt der - wohlgemerkt - deutsche Meister FC Bayern 140 Euro. Das sind 59 Euro weniger als der Regionalligist TSV 1860 haben möchte. 

Klar ist natürlich auch, dass im Grünwalder Stadion deutlich weniger Plätze vorhanden sind und sich der finanziell klamme Klub ökonomisch wieder stabilisieren muss. 

Aufhorchen lässt zudem noch dieser fast schon versteckte Satz hinter einem Sternchen auf dem Bestellformular der neuen Dauerkarte: „Aufgrund einer zu erwartenden Spielstrafe kann der TSV 1860 München aktuell nur 17 Heimspiele mit der Dauerkarte anbieten.“ Bei 19 Vereinen in der Regionalliga müssten es eigentlich 18 Heimspiele sein. Die Ausschreitungen in der Relegation gegen Jahn Regensburg werden wohl der Grund sein, dass die Sechzger möglicherweise mit einem „Geisterspiel“ als Strafe rechnen. 

MünchenTV-Video: TSV 1860 München kehrt ins Grünwalder Stadion zurück

Video: SnackTV

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