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Mister Unverzichtbar: Stefan Lex beim TSV 1860 vor Vertragsverlängerung

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Von: Ludwig Krammer

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Wertvoll für die Löwen: Offensivmann Stefan Lex (l.) ist aktuell in Topform.
Wertvoll für die Löwen: Offensivmann Stefan Lex (l.) ist aktuell in Topform. © Eibner

Stefan Lex hat sich aus seinem sportlichen Tief gespielt. Der Offensivmann glänzt wieder beim TSV 1860 München. Und verlängert dort nun wohl auch seinen Vertrag.

München – Für akribische Löwen-Kiebitze barg dieser Dienstag durchaus Sorgen-Potenzial. Denn beim Training an der Grünwalder Straße fehlte Stefan Lex. Anstatt sich mit den Kollegen auf das Auswärtsspiel in der 3. Liga beim TSV Havelse einzustimmen (Samstag, 14 Uhr, Magenta Sport), absolvierte der Flügelstürmer nur eine Laufeinheit. Sollte der produktivste 1860-Profi der letzten zwei Monate für die Partie beim Tabellenletzten ausfallen?

Die Erleichterung folgte auf dem Fuße. Schon am Mittwoch mischte Lex wieder voll mit, einem Einsatz am Samstag stehe nichts im Wege, lautete die Botschaft der sportlichen Führung. Der Höhenflug des gebürtigen Erdingers, er kann also auch an seinem 32. Geburtstag weitergehen. Lex’ jüngste Ansagen: „In der Tabelle richten wir unseren Blick auf jeden Fall nach oben. Dafür haben wir genug Klasse in der Mannschaft. Mit einem Positivlauf können wir schnell an das obere Tabellendrittel anknüpfen.“ Sieben Punkte trennen die Löwen aktuell von Platz drei. Mit Siegen am Samstag beim TSV Havelse und am Dienstag im Nachholspiel gegen Waldhof Mannheim wäre die englische Woche mit einer adventlichen Kampfansage eingeläutet. Am 4. Dezember kommt Tabellenführer Magdeburg nach Giesing, es folgen die beiden Auswärtsspiele bei Borussia Dortmund II (11. Dezember) und in Würzburg (20. Dezember), ehe es am 15. Januar gegen Wehen Wiesbaden weitergeht.

Dass die Löwen und ihre Fans noch hoffen dürfen, liegt nicht zuletzt an Lex. Vom Sorgenkicker, der nach schwachem Saisonstart erst am 8. Oktober im Totopokal in Buchbach (3:2) mit einem Tor und einer Vorlage überzeugte, hat sich der ehemalige Erstligaprofi des FC Ingolstadt zum blauen Mister Unverzichtbar emporgeschwungen. Die Bilanz der letzten Wochen spricht für sich: Im DFB-Pokal gegen Schalke schoss Lex das frühe und letztlich spielentscheidende 1:0, zum 6:0 gegen Freiburg II steuerte er zwei Treffer und eine Vorlage bei. Auch bei der 1:3-Niederlage in Osnabrück ging die Führung auf sein Konto.

Aktuellster Unverzichtbarkeits-Nachweis: Zwei herausgeholte Elfmeter gegen Duisburg, dazu die Hereingabe auf Marcel Bär, der zum 3:2-Endstand vollendete. Bärs Merci: „Lexi spielt den Ball blind in die Mitte, ich stehe goldrichtig, muss ihn dann nur noch einschieben.“

Um eine Formsache handelt es sich nach Informationen unserer Zeitung auch bei Lex’ Vertragsverlängerung. Wie aus zuverlässigen Quellen verlautete, soll einem weiteren Jahr per Einsatzklausel nichts im Wege stehen. Eine öffentliche Bestätigung wollten gestern zwar weder 1860-Sportchef Günther Gorenzel noch Lex’ Berater Michael Koppold liefern. Aber vielleicht ja am Samstag – als Geburtstags-Schmankerl.

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