Im Testspiel

Stefan Mugosa: Knapp am Weltrekord vorbei

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Läuft! Stefan Mugosa im Trainingslager des TSV 1860 München beim Relaxen am Pool.

Bad Waltersdorf - Stefan Mugosa ist im Testspiel des TSV 1860 München gegen den TSV Pöllau nur knapp an einem Weltrekord vorbeigeschrammt.

Testspiele geben im allgemeinen ja nicht viel her. Sie müssen sein, man sieht 90 Minuten lang ein – je nach Gegner – mehr oder weniger torreiches Geplätscher, und am Schluss war’s für Trainer und Spieler eine weitere Trainingseinheit. Das aber, was sich am Montagabend in der oststeirischen Provinz zwischen dem TSV 1860 und dem österreichischen Viertligisten TSV Pöllau abspielte, hatte gehörigen Unterhaltungswert. Dank Stefan Mugosa, der innerhalb von nicht einmal drei Minuten drei Treffer erzielte, anschließend noch zwei weitere Tore nachlegte und somit beim 9:0-Sieg mit fünf erfolgreichen Abschlüssen der Mann des Abends war. Genau mitgestoppt hat keiner, doch am Weltrekord ist der 24-Jährige nur knapp vorbeigeschrammt. Den hält seit 1995 der Schwede Lars Magnus Arvidsson (IFK Hässleholm), der damals im Zweiligaduell gegen Landskrona nur sagenhafte 89 Sekunden benötigte.

Mugosa kann’s verschmerzen. Die fünf Volltreffer – darunter ein herrlicher Lupfer aus 25 Metern – tun dem Stürmer gut. „Tore sind das Brot auf dem Tisch, davon lebst du als Stürmer“, sagt der montenegrinische Nationalspieler (zehn Einsätze, ein Treffer). „Fünf Tore zu schießen, ist aber immer noch einfacher, als Deutsch zu lernen.“ Gut, dass sein in Kroatien geborener Kumpel Milos Degenek als Dolmetscher verfügbar ist.

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Allerdings habe Mugosa das Erfolgserlebnis vom Montag auch „unbedingt benötigt“, denn: „In der vergangenen Saison habe ich in der Zweiten Liga kein einziges Tor geschossen, nicht mal eine klare Torchance habe ich gehabt. Nur beim Pokalsieg in Mainz eine halbe, und die habe ich reingemacht.“

Mugosa ist zuversichtlich, dass es künftig auch in der Liga mit den Toren klappt: „Ich werde alles machen, beißen, schießen, grätschen.“ Und hoffen, dass ihm die Spielweise unter Kosta Runjaic in der kommenden Spielzeit entgegenkommt. „In der vergangenen Saison haben wir nicht unbedingt so gespielt, wie es für mich passt.“ Allerdings: Als Runjaic Trainer in Lautern war, hat er Mugosa zweimal zu einem anderen Verein ziehen lassen. Nach Aue und vor zehn Monaten zu den Löwen. An ein drittes Mal glaubt Mugosa nicht: „Ich finde, dass ich bewiesen habe, dass ich das Fußballspielen nicht verlernt habe.“

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