Alle Neune im Visier

Schaffen die Löwen die perfekte Woche?

München - Der TSV 1860 München könnte mit einem Erfolg gegen Sandhausen eine perfekte Englische Woche erleben. Mit einem Dreier in der Arena wären alle Neune eingetütet.

Ex-Trainer Marco Kurz besiegt, das Moniz-Trauma vom Betzenberg überwunden – sind die Löwen jetzt selbstbewusst und stark genug, um am Freitagabend auch dem Angstgegner SV Sandhausen in der Arena drei Punkte abzuknöpfen?

Dreier Nummer 1: Michael Liendl trifft den Elfmeter gegen Düsseldorf.

Trainer Benno Möhlmann ließ am Donnerstag keine Zweifel an seiner Überzeugung aufkommen: „Wir haben in Kaiserslautern eine großartige Mannschaftsleistung mit Kampf und Laufintensität auf den Platz gebracht und sind dafür belohnt worden. Dieses Erlebnis sollten wir so schnell nicht vergessen. Ich denke, dass wir uns bis Freitag gut erholt haben, um allen Skeptikern zeigen zu können, dass wir begriffen haben, wie der Einsatz in der Zweiten Liga sein muss. Wir wollen das Optimale!

Mit einem Sieg wären die Löwen mindestens eine Nacht auf Platz 15

Sprich: Alle Neune in der Englischen Woche, drei Siege in Folge, um am übernächsten Sonntag mit einem guten Gefühl zum Spitzenreiter RB Leipzig reisen zu können. Ob Dominik Stahl nach seiner Achillessehnen-Reizung wieder ein Start­elf-Kandidat ist, ließ Möhlmann offen. Am Donnerstagnachmittag trainierte der 27-Jährige mit der Mannschaft. Unterschätzen dürfe Sandhausen niemand, darauf hatte der Trainer zuvor noch mal hingewiesen. „Sie sind nicht so berechenbar. Wie sie mit dem Punktabzug umgegangen sind, war sensationell.“ Geschäftsführer Noor Basha mahnte in seinem Vorwort fürs Stadionheft: „Wir sind noch lange nicht am rettenden Ufer (…) fußballerisch können wir uns auf jeden Fall noch steigern.“

Schlachtenglück ist zurück

Dreier Nummer 2: Kai Bülow bejubelt seinen Treffer in Kaiserslautern.

Immerhin ist das Schlachtenglück zurück. Der späte Elfmeter gegen Düsseldorf, Kagelmachers Rettungsaktion und Przybylkos Lattenschuss auf dem Betzenberg – souverän waren die Siege nicht, aber darf man das von Überlebenskämpfern verlangen? Mit Sandhausen wartet der wohl defensivste Gegner der Englischen Woche auf die Löwen. Eine Mannschaft, die in dieser Saison nicht umsonst schon fünf Auswärtssiege eingefahren hat – mehr als 1860 insgesamt. Die jüngsten beiden Heimspiele der Löwen gegen den SVS gingen 0:2 und 2:3 verloren.

Bleibt noch das Thema Effenberg. Möhlmanns Kommentar zur Entlassung des Paderborner Trainers: „Ich fand’s eigentlich gut, dass er den Weg über die Zweite Liga eingeschlagen hat, sich beweisen wollte. Eine Änderung bewirkt immer was. Was, das wird sich zeigen.“ Paderborn spielt am Samstag zu Hause gegen Greuther Fürth. Im Optimalfall mit fünf Punkten Rückstand auf Sechzig.

Bilder: Degenek als Klettermax, Beister brasilianisch

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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