Stimmen zum Darmstadt-Spiel

1860 schmeißt Darmstadt raus: Alle loben Hiller - Darmstadt-Keeper schimpft über Biankadi

Wurde gegen Darmstadt zum Löwen-Pokalheld: Rückkehrer Marco Hiller.
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Wurde gegen Darmstadt zum Löwen-Pokalheld: Rückkehrer Marco Hiller.

Der TSV 1860 München empfängt den SV Darmstadt 98 zum DFB-Pokal-Auftakt im Grünwalder Stadion. Die Stimmen zum Spiel.

  • Der TSV 1860 München empfängt den SV Darmstadt 98 im DFB-Pokal.
  • Giesing und Köllner freuen sich über die Fan-Rückkehr im Grünwalder.
  • Die Stimmen zum Pokal-Fight.

München - Endlich wieder Pokal, endlich wieder Fans, endlich wieder Flutlicht! Die Stimmung ist in Giesing auf dem Siedepunkt. Vor dem DFB-Pokalspiel* gegen Darmstadt 98 (Freitag, 20.45 Uhr im Live-Ticker) gab es bei 1860 München allerdings eine ungewohnte Torwartdiskussion um Ersatzmann Tom Kretzschmar.

Die Stimmen zum Löwen-Spiel:

Michael Köllner (Trainer, TSV 1860 München) nach dem Spiel über ...

... die Leistung seiner Mannschaft: „Es war ein Pokalfight, wie sich die Leute das wünschen. Beide Mannschaften haben alles gegeben und sind an ihre Grenzen gegangen. Wir hatten das glückliche Ende. Erste Halbzeit war etwas wild. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt, leider kassieren wir ein blödes Tor.“

... das Comeback von Marco Hiller: „Er hat kurz vor Schluss eine Wahnsinnsparade gezeigt und dann auch im Elfmeterschießen gehalten.“

... die Stimmung im Grünwalder Stadion: „Das sind die Emotionen, die das letzte Jahr gefehlt haben. Das ist Fußball, kurz vor zwölf. Die Leute sind aus dem Häuschen. Das wird eine lange Nacht in Giesing. „

Marco Hiller (Torhüter, TSV 1860 München) nach dem Spiel über ...

... den Sieg im DFB-Pokal: „Es war ein Wahnsinnsspiel mit Zuschauern. Flutlicht, ein perfekter Abend. Gegen einen Zweiligisten ist es nicht selbstverständlich weiterzukommen. Hut ab vor der Mannschaft, sie hat bis zum Ende gekämpft. Jetzt hat es geklappt im Elfmeterschießen.“

... die Freude nach dem erfolgreichen Comeback: „Für mich, wie fürs ganze Team. Es war ein Zweitligist zu Gast, da ist es nicht selbstverständlich, dass man eine Runde weiterkommt.“

... den Ärger über den Ausgleich: „Ja, klar. Ich glaube, das war die einzige Chance, die wir in der zweiten Hälfte zugelassen haben. Ärgerlich, dass er am Pfosten reinfällt. Wir haben aber nicht aufgesteckt und am Ende auch gewonnen.“

... ein mögliches Derby gegen den FC Bayern: „Es wäre natürlich ein Hammerspiel, nicht nur für uns sondern auch für die Fans und den ganzen Verein. Ich nehme es, wie es kommt.“

... die Stimmung im Grünwalder Stadion: „Es war Wahnsinn. Wer schon mal in Giesing war, weiß, was hier los ist - selbst wenn nur 4.000 hier sind. Unglaublich, Emotion pur. Jeder der hier war, hat ein geiles Spiel gesehen.“

Thorsten Lieberknecht (Trainer, SV Darmstadt 98) nach dem Spiel über ...

... die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben großes Herz gezeigt. Hiller hatte heute seinen Tag, auch bei der Chance in der Nachspielzeit. Diese Momente entscheiden das Spiel. Glückwunsch an Sechzig. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir werden gerade hart geprüft, aber ich bin mir sicher, dass wir zurückkommen.“

... das umstrittene Tor des TSV 1860 München: „Der Videobeweis hätte das Tor wohl zurückgenommen. Wir haben aktuell nicht das Quäntchen Glück.“

Marcel Schuhen (Torhüter, SV Darmstadt 98) nach dem Spiel über ...

... die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben viel gegeben, alles gegeben. Trotzdem verloren - klassisch Pokal.“

... das umstrittene Tor des TSV 1860 München: „Er (Merveille Biankadi, d.R.) hat mich zu hundert Prozent behindert. Ich hatte Kontakt zum Linienrichter. Wer mich kennt, weiß, ich bin nicht der klassische Reklamier-Arm-Mensch. Er steht drei Meter im Abseits, das muss der Schiedsrichter sehen. Es gab keinen Videobeweis, den ich als Fußball-Romantiker nicht so mag. Heute hätte ich ihn mir gewünscht.“

Jan Mauersberger (Marketing-Chef, TSV 1860 München) über ...

... wie ihm die erste Halbzeit gefallen hat: „Sehr, sehr gut. Die Löwen sind richtig bissig im Zweikampf. Extrem Schade mit Stefan Lex. Er macht im Prinzip alles richtig, aber dann trifft er die falsche Entscheidung mit dem Chip. Natürlich kann er ihn vielleicht mit dem linken Fuß aufs kurze Ecke schießen oder am Torwart vorbeigehen. Aber richtig geil rausgespielt, schade.“

... den Alu-Treffer von Darmstadt: „Die Löwen stehen zu tief. Das war jetzt schon die zweite, dritte Situation, in der Darmstadt gefährlich geworden ist. Das macht Pfeifer hier richtig gut und da haben die Löwen Glück.“

... was in der zweiten Halbzeit besser gemacht werden muss: „Die Genauigkeit im Sechzehner von Darmstadt. Wenn daran noch ein bisschen geschraubt wird, haben wir gute Chancen.“

... Sascha Mölders „Wampe von Giesing“-Shirt: „Tatsächlich ist das eine Eigenkreation. Wir würdigen jedem Spieler und auch Trainer Michael Köllner ihren Stellenwert.“

... Sascha Mölders Leistung bisher: „Er macht das natürlich richtig gut. Er hat einen riesen Körper und setzt den dann auch richtig gut ein.“

... die Leistung gegen Darmstadt bislang: Das ist ja im Pokal eigentlich sowieso selten der Fall, dass zwischen einem Zweit- und einem Drittligisten wirklich ein Klassenunterschied ist. Die Löwen müssen sich opfern, dürfen sich nicht zu schade sein, aber müssen auch mutig nach vorne spielen.

Michael Köllner (Trainer, TSV 1860 München) über ...

... den Faktor Sascha Mölders: „Ja natürlich, das ist unser Kapitän. Seine Erfahrung werden wir brauchen, damit wir am Ende - nach 90 Minuten, Verlängerung oder sogar Elfmeterschießen - die Oberhand behalten.“

... den Faktor Fans: „Ja natürlich. Unsere Fans im Sechzger-Stadion sind ein ausschlaggebender Faktor. Wir sind froh, dass wir nach einem Jahr wieder Fans im Stadion haben. Den Punkt gegen Wiesbaden haben wir sicherlich unseren Fans zu bedanken.“

... die Diskussion um Hiller und Kretzschmar: „Er (Marco Hiller, d.R.) ist unsere Nummer eins. Das ist eine Entscheidung, bei der es keine zwei Gewinner geben kann. Es ist gut zu wissen, dass wir mit Tom Kretzschmar einen Wahnsinns-Ersatzkeeper bei uns haben. Es geht für ihn darum, dass er die Nummer eins attackiert - im Training attackiert. Und dann sehen wir Woche für Woche, wer im Tor steht.“

... Umstellungen in der Startelf: „Heute haben wir Tempo und Dynamik mit Lex. Und mit Dressel mehr Stabilität, er hat schon überragende 45 Minuten in Wiesbaden gemacht“

... den guten Saisonstart im Vergleich zu Darmstadt: „Ein guter Saisonstart ist heute sicherlich kein Nachteil.“

Thorsten Lieberknecht (Trainer, Darmstadt 98) vor dem Spiel über ...

... die zahlreichen Corona-Fälle im Verein: „Wir kompensieren das, indem wir eben neue Jungs reinbringen. Wir haben uns heute ein bisschen was einfallen lassen, dass die Jungs rauskommen aus ihrem normalen Trott.“

... die improvisierte Innenverteidigung: „Der Tom Isherwood ist ein erfahrener Spieler. Der Clemens Riedel wird als junger Spieler seinen Mann stehen. Für den Jungen ist es eine Herausforderung, hat aber 1000-prozentiges Vertrauen von uns.“

... den schwierigen Saisonstart: „Die Situation ist, dass wir alle wissen, warum wir die Spiele verloren haben. Es gab in den Spielen auch immer wieder gute Phasen. Heute in diesem Pokalfight bei 1860 unter Flutlicht im Grünwalder Stadion haben wir eine Spiel um alles zu zeigen. Das sind Jungs - auch aus der A-Jugend - die spielen wollen, die Herz zeigen wollen, für Darmstadt 98. Und das ist mir viel wert.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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