Biankadi feiert Dreierpack

Löwen-Schützenfest in Heimstetten - Köllner aber mit zwei Jungs nicht ganz zufrieden

SV Heimstetten gegen TSV 1860 München: Merveille Biankadi im Zweikampf mit Yannick Günzel.
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Merveille Biankadi war gegen Heimstetten voll in Fahrt: Drei von acht Treffern gingen auf sein Konto.

Zehn Tore gab es beim Test zwischen dem TSV 1860 und dem SV Heimstetten zu bestaunen. Coach Köllner ist happy. Zwei Löwen wackelten aber etwas.

München –Kurz vor der Halbzeitpause wurde es eng unter dem Tribünendach des SV Heimstetten. Eine dunkle Wolkenfront hatte ihre Schleusen über der Gemeinde im Münchner Osten geöffnet. Und nur die wetterfesten unter den 500 zugelassenen Löwenfans beim ersten Testspiel ihres Teams gegen den örtlichen Regionalligisten harrten eisern auf der Gegengeraden aus. Am Ende konnte sich die blaue Glaubensgemeinschaft über ein 8:2 (2:1) ihrer Sechziger freuen, das in der zweiten Halbzeit einem Schützenfest glich. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir gleich im ersten Test so ein gutes Ergebnis einfahren würden“, freute sich Trainer Michael Köllner. „Wir haben unseren Fans was geboten. Das war eine ansprechende Leistung nach neun intensiven Trainingstagen.“ Eine Vorstellung mit zwei recht unterschiedlichen Halbzeiten

Während sich die Löwen im ersten Durchgang schwer taten gegen gut organisierte Heimstettener, und vor allem mit ihrer Effektivität punkteten (MöldersKopfball nach Bär-Flanke, Staude-Schuss nach Steinhart-Assist), so waren die 45 Minuten nach der Pause ein flüssiger Vortrag gegen den dann zweiten Anzug des Regionalligisten.

Biankadi und Neudecker machen Schützenfest perfekt - Löwen-Youngster und Neuzugang wackeln aber

Die von Köllner ebenfalls komplett durchgewechselten Sechziger erhöhten binnen 14 Minuten auf 6:1, dreimal traf Merveille Biankadi (zweimal nach dicken Torwart-Patzern), einmal konnte Stefan Lex vollenden. Richy Neudecker mit einem Zucker-Schlenzer und Nürnberg-Zugang Kevin Goden sorgten für den Endstand, nachdem Heimstetten einen Konter zum zweiten Treffer hatte nutzen können. Bemerkenswert bei dem Schützenfest: Köllner ließ seine Mannschaft konsequent im frisch einstudierten 3-1-4-2-System agieren, lediglich der hypernervöse Youngster Julian Bell (18) hatte deutliche Probleme mit dem Spieltempo. 

Auch Zugang Yannick Deichmann bekam von Köllner (milde) Kritik zu hören: „Er fremdelt noch ein bisschen mit seiner Position.“ Voll des Lobes war der Coach indes, als die Rede auf Bär kam: „Bei Marcel hat man gesehen, dass er ein richtig guter Stürmer ist. Auch Kevin (Goden) hat gezeigt, was er für ein Tempo und gutes Kopfballspiel hat.“ Alles bereitet also für das Trainingslager der Löwen im oberösterreichischen Windischgarsten, wohin die Löwen heute um 11 Uhr aufbrechen. Köllner: „Alle ziehen an einem Strang, es macht Spaß - das sieht man auch auf dem Platz.“

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