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„Ein Weltklasse-Gefühl“: Lakenmacher schwärmt von Toren vor der Löwen-Kurve

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Von: Uli Kellner

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Cool geblieben: Seine zweite Chance aus dem Spiel heraus nutzte Martin Kobylanski zum wichtigen Führungstor. M.i.S.
Cool geblieben: Seine zweite Chance aus dem Spiel heraus nutzte Martin Kobylanski zum wichtigen Führungstor. M.i.S. © Bernd Feil/M.i.S.

Zwei Tore erzielte Fynn Lakemacher gegen den SV Meppen. Vor der Fankurve im Grünwalder ist jeder Treffer ein Gänsehaut-Moment, sagt der junge Stürmer.

München – Als sich das Stadion weitgehend geleert hatte, sah man Marcel Bär mit seinen Krücken und seinem Spezialschuh für den operierten Mittelfuß. Er humpelte über den Rasen vor der Westkurve – dort, wo er schon so oft gefeiert wurde. Und dort, wo nach dem 4:0-Sieg gegen Meppen neuen Helden ins Bad der Menge eintauchten: Allen voran Fynn Lakenmacher, der sich keinen schöneren Ort für seinen ersten Doppelpack im 1860-Trikot hätte aussuchen können.

„Ein Weltklasse-Gefühl – ich habe Gänsehaut gehabt“, sagte der junge Stürmer: „Hier ein Tor zu schießen bzw. gleich zwei, direkt vor der Kurve – das ist ein super Gefühl, das nehme ich gerne mit.“ Speziell sein erster Treffer – mit Schmackes ins Kreuzeck – schien einer inneren Explosion zu folgen, die der 21-Jährige so beschrieb: „Da habe ich alles reingelegt, was ich habe, meine ganze Wucht. Dass ich ihn dann auch noch so satt treffe, macht mich umso glücklicher, Ich glaube, es war das schönste Tor in meiner Karriere. Ich muss es mir noch mal anschauen, aber das war schon ganz gut.“ Und das zweite, der Abstauber am hinteren Pfosten: „Wenn der erste sitzt, dann ist der zweite umso leichter, definitiv.“

Definitiv glücklich sind die Löwen auch, dass der Start so ausgefallen ist, wie sich das alle – Spieler, Trainer, Fans – in ihren schönsten Träumen ausgemalt haben. „Es war unser Ziel, dass wir einen perfekten Start hinlegen“, sagte Lakenmacher. Martin Kobylanski, auch er ein Premieren-Torschütze, meinte: „Drei Spiele, neun Punkte – darauf kann man aufbauen.“ Aber, merkte der aufstiegserfahrene Ex-Braunschweiger an: „Wir werden jetzt nicht durch die Liga marschieren und nur gewinnen. Je schneller man die Punkte sammelt, desto einfacher wird es hinten raus. Wir haben ein Ziel – das kennt jeder.“

Auch Bär kennt es – und Kobylanski weiß, dass nicht jedes Spiel so leicht fallen wird wie das zweite ohne den letztjährigen Torschützenkönig: „Er fehlt uns, das ist Fakt“, sagte der Zehner: „Umso schöner ist es, wenn wir uns in eine aussichtsreiche Position bringen, bis er zurückkommt.“ So sieht das auch der junge Lakenmacher: „Da wollen wir jetzt anknüpfen und gleich am Samstag nachlegen.“ (Uli Kellner)

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