Löwen wollen Sieglos-Serie beenden

TSV 1860: Duell mit dem Lieblingsfeind Waldhof Mannheim

Der TSV 1860 erwartet am Samstag den SV Waldhof Mannheim im Grünwalder Stadion. 
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Der TSV 1860 erwartet am Samstag den SV Waldhof Mannheim im Grünwalder Stadion. 

Der TSV 1860 empfängt am Samstag den Tabellennachbarn SV Waldhof Mannheim im Grünwalder Stadion. Trainer Michael Köllner muss seine Elf wegen Ausfällen umbauen.

  • Der TSV 1860 empfängt am Samstag den SV Waldhof Mannheim zum „Duell der Enttäuschten“. Die Gäste stehen in der Tabelle direkt hinter den Blauen.
  • Trainer Michael Köllner muss gegen die Kurpfälzer auf Dennis Dressel und Daniel Wein verzichten. 
  • Die Löwen warten seit fünf Spielen auf einen Sieg. Mannheim konnte in der Fremde in dieser Saison erst einmal gewinnen.

MünchenWaldhof Mannheim. Alleine die Erwähnung dieses Clubnamens reicht aus, um einem gehörigen Teil der Löwen-Fangemeinde den Ruhepuls zu ruinieren. Die Ultras sehen in den „Baracklern“ den zweiten Lieblingsfeind neben den „Seitenstrasslern“, auch in der 1860-Geschäftsstelle stehen die Mannheimer seit dem öffentlichen Hickhack in der Corona-Pause auf dem Index. Ganz besonders Waldhofs Manager Markus Kompp, der mit allen Mitteln einen Saisonabbruch erzwingen wollte und deshalb nicht nur einmal mit 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel zusammenrückte.

TSV 1860 gegen SV Waldhof Mannheim: Duell der Enttäuschten

Am Samstag treffen sich die Kontrahenten erstmals wieder. Im Grünwalder Stadion empfangen die Löwen den Tabellennachbarn SV Waldhof (14 Uhr im Live-Ticker) – und die Brisanz dürfte auch ohne Fans spürbar werden. Rein sportlich ist es ein Duell der Enttäuschten. Sechzig verpasste durch das ärgerliche 1:2 bei Viktoria in Köln den Anschluss an die keineswegs konstanten Top-3, wartet seit nunmehr fünf Spielen auf einen Sieg; die Mannheimer „Buwe“ bekamen drei Tage nach dem 4:1 gegen Saarbrücken beim 0:2 im Nachholspiel beim SV Meppen eins auf die Nikolausmütze. „Ich hatte gedacht, dass wir schon einen Schritt weiter sind“, fasste Waldhofs Trainer Patrick Glöckner den dürftigen Auftritt zusammen. „Man muss aufpassen, dass man erst einmal die Basics beherrscht.“ Ganz ähnlich hatte das zuletzt auch bei den Löwen geklungen.

Akuter Aufbaugegner-Alarm sollte in Giesing beim Blick auf die Mannheimer Auswärtsbilanz herrschen. Auf fremden Plätzen wartet der SV Waldhof jetzt schon seit 358 Minuten auf den vierten Saisontreffer, den einzigen Sieg gab’s am fünften Spieltag beim SV Wehen-Wiesbaden (1:0). 

3. Liga: SV Waldhof Mannheim bekommt 800.000 Euro vom Staat - TSV 1860 geht leer aus

Personell teilen sich die Kontrahenten ihre Sorgen. 1860-Trainer Michael Köllner muss die gesperrten Dennis Dressel (Rot) und Daniel Wein (5. Gelbe) ersetzen, Dennis Erdmann dürfte in die erste Elf zurückkehren. Bei Waldhof drohen mit Max Christiansen und Jesper Verlaat zwei Abwehrstützen wegen anhaltender muskulärer Probleme auszufallen, dazu ist mit Arianit Ferati der beste Vorbereiter wegen einer Gelbsperre nicht mit dabei.

Glänzende Voraussetzungen also für eine nervenaufreibende Begegnung auf Augenhöhe, deren Verlierer sich höhere Ambitionen erst mal abschminken kann. Immerhin darf sich Mannheim über 800.000 Euro aus der staatlichen „Coronahilfe Profisport“ freuen, bei 1860 ist dies nicht der Fall. Grund: Die Löwen waren nach den Richtlinien des Bundes angesichts ihrer massiven bilanziellen Überschuldung auch schon vor der Pandemie ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ (UiS). 

(LUDWIG KRAMMER)

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