Ex-Löwe zu Gast bei Markus Lanz

Thomas Häßler: "Ich bin in ein tiefes Loch gefallen"

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Thomas Häßler bei seiner Vorstellung beim Club Italia.

München - Thomas "Icke" Häßler ist allen Löwen-Fans noch ein Begriff. Nun war der ehemalige 1860-Profi bei zu Gast bei Markus Lanz und gab interessante Einblicke in seine Vergangenheit.

Als Fußballer war Icke Häßler sehr begehrt, er spielte unter anderem für die Vereine Köln, Juventus Turin, AS Rom (beide Italien), Karlsruhe, Dortmund und die Münchner Löwen. Für den TSV 1860 München bestritt der Welt- und Europameister in vier Jahren 137 Pflichtspiele und zählte bei den Löwen zu der letzten Generation, die in der Bundesliga noch für Furore sorgte. Nach seiner aktiven Karriere wollte er direkt als Trainer durchstarten, doch dies gestaltete sich für Häßler sehr schwer. „Ich habe mir das einfacher vorgestellt; dachte, dass ich nach der Karriere sofort einen Job als Trainer bekomme“, erzählte der 49-Jährige. „Ich bin dann erst einmal in ein Loch gefallen“, gab der Weltmeister von 1990 zu.

Nun hat der Icke einen neuen Job. Er betreut ab der kommenden Spielzeit den Berliner Bezirksligisten Club Italia. „Der Klub und ich waren uns schnell sympathisch und schnell einig", erklärte Häßler. Das Ziel von Club Italia ist klar formuliert: Es soll in den nächsten acht bis zehn Jahren in die 3. Liga gehen. „Wenn es schneller geht, freue ich mich. Man muss geil darauf sein, so schnell wie möglich nach oben zu kommen. Dafür werde ich Tag und Nacht arbeiten“, versprach Häßler bei seiner Vorstellung.

Thomas Häßler wird TV-Star

Bis zum Saisonauftakt in die Spielzeit 2016/17 hat Häßler jedoch noch etwas Zeit und diese nutzt der ehemalige Mittelfeldspieler mit gleich zwei TV-Auftritten. Beim Fernsehsender VOX nimmt Häßler im Format "Ewige Helden" teil. Dort war für Häßler allerdings bereits nach einer Woche Schluss. Nun schwingt Häßler auch bei der TV-Show "Let's Dance" das Tanzbein.

Trainerkarriere verläuft schleppend

Nach seiner aktiven Karriere versuchte sich der Zauberfuß als Trainer, doch nur mit geringem Erfolg. Nachdem er beim 1. FC Köln die Position des Technik-Coaches besetzte, wechselte er in den Iran zum Erstligisten Padideh Maschad. "Eine gute Erfahrung", wie Thomas Häßler erklärte. Doch er hatte auch mit Problemen im Nahen Osten zu kämpfen: "Sie haben nicht bezahlt. Meine Spieler und ich haben sieben Monate auf Geld gewartet." Existenzängste habe Häßler jedoch nicht gehabt: "Ich kann völlig ruhig schlafen", erklärte er.

Auch mit den Münchner Löwen stand der ehemalige 1860-Spieler nach seiner Karriere öfter in Kontakt. Zu einem Vertrag beim Münchner Traditionsverein reichte es jedoch aus verschiedenen Gründen nicht. Allerdings waren die Referenzen von Icke Häßler im Trainerbereich sehr gering.

mko

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