Bierofka: „Hakt noch an einer Sache“

Mit Top-Leistung: Mölders bewirbt sich für neuen Vertrag

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16 Saisontore für den TSV 1860 München hat Sascha Mölders bereits auf dem Konto.

Zweiter Dreierpack in Folge für den TSV 1860 München: Sascha Mölders bewirbt sich mit einer Top-Leistung für einen neuen Vertrag.

München - Dass ich Über­ge­wicht habe, weiß ich. Doch ich nehme das mit Humor, denn ich bin nicht mehr der Jüngs­te“, sagte Sascha Mölders vor zwei Monaten im Trainingslager in Spanien. „Meinen letz­ten Sixpack hatte ich vor zehn Jahren.”

Was bodytechnisch nicht mehr funktioniert, hat der 33-jährige Mittelstürmer jetzt eben mit Toren bewerkstelligt. Drei Stück in Schweinfurt, drei Stück am Samstag beim 5:0 gegen Eichstätt: Mölders ist der blaue Mister Sixpack!

„Momentan ist er in einer sehr guten körperlichen Verfassung“, sagt Trainer Daniel Bierofka über seinen mit 17 Saisontoren gefährlichsten Angreifer beim TSV 1860 München. „Das sieht man auch daran, wie er sich bewegt. Ich habe ja letzte Woche schon gesagt, wie wichtig er für uns ist.“

Beweglich war Mölders auch nach dem Spiel. In der 65. Minute unter Stehapplaus ausgewechselt, erklomm er nach dem Abpfiff den Zaun vor der Westkurve, feierte mit den Fans und ließ sich auch zu einem „Scheiß FC Bayern“ hinreißen.

TSV 1860 München: Darum hakt es beim neuen Vertrag mit Sascha Mölders

Nicht ganz so flüssig lauft’s in den Verhandlungen um einen neuen Vertrag. „Wir sind im engen Austausch und werden das intern regeln“, sagt Bierofka. „Es ist vieles geregelt und hakt noch an einer Sache. Ich hoffe, dass wir es bald hinkriegen.“

Wie zu hören ist, soll es um die geforderte Trainerstelle gehen. Mölders will nebenher eine Mannschaft anleiten, wie er es bis vor einem Jahr mit dem SV Mering gemacht hat. Auf Nachfrage wollte er nach dem Spiel nichts sagen.

Mit elf Punkten Vorsprung stehen die Chancen gut, dass die Löwen ihr erstes Ziel erreichen und vor dem Derby gegen den FC Bayern II am drittletzten Spieltag schon durch sind. Der nächste Schritt soll am Dienstag (19 Uhr) beim Nachholspiel in Ingolstadt folgen. Für Bierofka persönlich ist der nächste Schritt die Zulassung zum Fußballlehrer-Lehrgang in Köln. Das Ergebnis der Aufnahmeprüfung erwartet er übernächste Woche – mit gutem Gefühl. „Ich habe mich in Hennef nicht so blöd angestellt, glaube ich. Dort sind viele Trainer zusammengekommen, aus höheren und tieferen Ligen, auch Ex-Spieler. Ich fühle mich so, als wäre ich schon seit zehn Jahren Trainer und gehe davon aus, dass es reicht. Wenn nicht, dann müssen wir halt aufsteigen…“

Mit Marco Hiller im Tor. Beim Rot-Sünder vom Samstag wird klubintern mit einer Zwei-Spiele-Sperre gerechnet. „Marco überlegt, ob er rauskommen soll oder nicht. Das war eine Rote Karte, ganz klar“, sagte Bierofka. „Aber ich mache mir keine Sorgen. Wie Marco bisher hat auch Henne (Ersatzkeeper Hendrik Bonmann, d. Red.) gezeigt, dass wir uns zu hundert Prozent auf ihn verlassen können.“

Kurzzeit-Ersatz Aaron Berzel ist keine Option. „Wir diskutieren noch aus, wer von uns am Dienstag im Tor stehen wird“, sagte der Kurpfälzer und lachte.

tz

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