Fröhling enttäuscht

"Haben zu oft die falsche Entscheidung getroffen"

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"Wir nehmen den Punkt mit, zufrieden sind wir aber nicht", so Torsten Fröhling.

München - Auch zum Wiesn-Auftakt konnten die Löwen-Fans nicht auf den ersehnten ersten Saisonsieg anstoßen. Torsten Fröhling zeigt sich enttäuscht.

Der TSV 1860 München musste sich am Samstag im Traditionsduell gegen den 1. FC Kaiserslautern mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Nach dem Führungstreffer von Milos Degenek (15. Minute) glückte Lauterns Ruben Jenssen (59.) vor 23 500 Zuschauern der Ausgleich.

Die Münchner, die in Trikots in Trachten-Optik aufliefen, setzten ihre gute Oktoberfest-Serie trotz des verpassten Sieges fort. Aber der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Von 17 Heimspielen seit dem Bundesliga-Abstieg vor elf Jahren haben die Sechziger zur Wiesn-Zeit nur eines verloren. „Wenigstens haben wir endlich wieder ein Tor geschossen“, sagte Trainer Torsten Fröhling nach dem ersten Treffer nach drei torlosen Spielen. „Wir nehmen den Punkt mit, zufrieden sind wir aber nicht.“

Beiden Traditionsclubs war die Verunsicherung anzumerken, 1860 erkämpfte sich in dem zerfahrenen Spiel die Führung. Zunächst wehrte Marcus Piossek einen Flankenversuch von Maximilian Wittek ab, doch der geklärte Ball landete bei Degenek. Im siebten Liga-Spiel für die Löwen bejubelte der Neuzugang nach seinem wuchtigen 16-Meter-Schuss seinen ersten Treffer. „Mein erstes Tor, auch noch zu Hause...“, sagte der Australier. „Aber ich bin nicht so glücklich, weil wir nur einen Punkt geholt haben.“ 300 Minuten waren die Münchner zuvor ohne Tor geblieben.

Nach dem Seitenwechsel hätten die Münchner fast das 2:0 erzielt, aber Korbinian Vollmann traf nur den Pfosten (48.). „Leider haben wir es nicht geschafft, dass zweite Tor nachzulegen“, bedauerte Fröhling. „Zu oft haben wir die falsche Entscheidung getroffen. Dass es kein Traumfußball gegen Kaiserslautern wird, die ebenfalls beide Spiele zuvor verloren haben, war klar.“

Gejubelt wurde dann auf der anderen Seite. Jenssen nahm sich aus der Distanz ein Herz, bei seinem wuchtigen Schuss sah Löwen-Torhüter Vitus Eicher nicht glücklich aus. „War haltbar“, befand der Keeper selbst. In der Schlussphase aber war Eicher ein sicherer Rückhalt und rettete wenigstens den einen Punkt. Bei einem Freistoß in der Schlussphase fehlten Lauterns Daniel Halfar nur Zentimeter.

„Wir hätten das Spiel auch gewinnen können. Es war sehr unglücklich, aber wir werden trotzdem weiter machen“, sagte Eicher. „Wir hoffen, dass wir gegen Sandhausen endlich die Punkte holen.“

dpa

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