Statement zu Neururer und seiner prekären Lage

Löwen-Trainer Fröhling mit dem Rücken zur Wand

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Torsten Fröhling.

München - Es ist eigentlich immer das Gleiche beim TSV 1860: Erst sorgt man mit haarsträubenden Aktionen für Aufregung und Schlagzeilen, und wenn dann die zu erwartenden Nachfragen auf die Reaktionen der Betroffenen kommen, soll das Ganze kein Thema sein.

So wie Freitagmittag in der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag gegen RB Leipzig. Der Name Neururer sollte am besten überhaupt nicht fallen, wenn’s nach der Leiterin der Gesprächsrunde gegangen wäre – ein sinnloses Unterfangen. Denn dass sich Geschäftsführer Noor Basha am vergangenen Montag öffentlich mit dem derzeit arbeitslosen Trainer in einem Düsseldorfer Hotel getroffen hatte – es fehlten eigentlich nur noch die Selfies mit vorbeikommenden Gästen –, hat natürlich durchaus mit der Partie gegen Leipzig und der Zukunft von Torsten Fröhling zu tun. Der erklärte zwar, dass er sich mit der Angelegenheit Neururer „nicht beschäftigt“ habe, auf die Nachfrage, dass das wohl nicht sein Ernst sein könne, fügte Fröhling hinzu: „Aber was ich denke, das ist nur in meinem Kopf.“

Das anderen mitzuteilen, ist nicht sein Ding. Auch nicht, was der Inhalt des Gespräches war, das der Trainer am Donnerstag mit Noor Basha geführt hat. Aber wenigstens verriet Fröhling, was bei dieser Unterredung kein Thema gewesen sei. „Ein Ultimatum gab es nicht“, sagte er auf die Frage, ob er nur im Falle eines Sieges – es wäre der erste im neunten Saisonspiel – weitermachen dürfe. Abwarten. Auch Fröhling macht sich nichts vor. „Das ist der Lauf der Dinge“, sagte er, „und normal, wenn man in so einer Situation infrage gestellt wird.“ Noch dazu, wo Fröhling seit einigen Tagen die Gewissheit hat, dass er sich in Sachen Rückendeckung den Namen Basha abschminken kann.

Am Montag traf sich dieser mit Neururer, zwei Tage später wurde er in der Sport Bild zitiert: „Fröhling ist unser Trainer und kriegt das Maximum an Zeit.“ Typisch Sechzig: von vorne ein Lächeln, von hinten das Messer… Und vor der Brust jetzt ausgerechnet die Leipziger, von der individuellen Klasse die sicherlich stärkste Mannschaft der Liga. Und gegen diese Truppe soll ausgerechnet der erste Sieg her? Viel Glück. Fröhling hängt die Anforderungen an seine Mannschaft hoch, hält einen Sieg im Bereich des Möglichen, „wenn wir eine Leistung bringen wie beim 2:0-Sieg im Pokal gegen Hoffenheim“.

Immerhin: Eine Angriffsfläche hat er entsorgt. Nach den Trainingseindrücken vom Freitag steht Michael Liendl in der Anfangself. Der zweimalige Verzicht auf den österreichischen Neuzugang hatte Fröhling zuletzt ja einiges an Kritik eingebracht. Für Liendl weichen muss offensichtlich Daylon Claasen, dessen Position auf Rechtsaußen wird nach den Eindrücken vom Freitag Korbinian Vollmann übernehmen.

Claudius Mayer

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